Wiener Börse (Nachmittag) - ATX bleibt in der Verlustzone

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat sich heute, Dienstag, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX...

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat sich heute, Dienstag, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 3.012,19 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 21,01 Punkten bzw. 0,69 Prozent.

Auch an Europas Leitbörsen gab es negative Vorzeichen zu sehen. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,39 Prozent, FTSE/London -0,38 Prozent und CAC-40/Paris -0,37 Prozent.

Wieder aufflammende Sorgen um den Handelskonflikt zwischen China und den USA sowie der eskalierende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine trübt die Stimmung der Anleger. Zudem ist auch beim am Wochenende vor der EU gebilligten Brexit-Deal die letzte Hürde noch nicht überwunden. Nun muss noch das britische Parlament zustimmen, eine Mehrheit für den Vertrag scheint derzeit unwahrscheinlich.

In Wien rückte die s Immo mit erfreulichen Zahlen in den Fokus. In den ersten neun Monaten zusammen stieg das Vorsteuerergebnis leicht auf 95,4 (93,3) Mio. Euro, netto blieben unterm Strich 79,6 (73,8) Mio. Euro Periodenüberschuss. Das operative Ergebnis FFO 1 legte trotz Immo-Verkäufen um fast 30 Prozent auf 47,7 (36,8) Mio. Euro zu.

Die Analysten der Baader Bank heben die starke Entwicklung beim FFO 1 der s Immo positiv hervor. Dieses sei wie erwartet ausgefallen. Weiters sei das Bewertungsergebnis mit rund 46 Mio. Euro besser als prognostiziert ausgefallen und habe bereits die Schätzung für das Gesamtjahresergebnis 2018 der Baader-Experten überschritten. Die Aktien legten 1,18 Prozent auf 15,38 Euro zu.

Dagegen büßten die Post-Titel klare 2,26 Prozent auf 32,82 Euro ein. Die geplante Kooperation zwischen der Österreichische Post AG und der deutschen FinTech Group ist geplatzt. Die beiden Unternehmen seien übereingekommen, von der Gründung des 50/50-Joint-Venture Abstand zu nehmen, teilte die Post AG mit. Über die genauen Gründe wollte die Post keine Angaben machen, einem Sprecher zufolge wäre man sich jedoch beim Zeitplan uneins gewesen.

Auch bei der Polytec ging es um 1,89 Prozent auf 8,81 Euro bergab. Der Autozulieferer will um 10 Mio. Euro ein neues Werk in Südafrika bauen, um dort ab 2021 Unterbodenverkleidungen und andere Fahrzeugteile für einen deutschen Autobauer zu produzieren.

Unter den Indexschwergewichten lasteten die Abschläge in voestalpine (minus 1,53 Prozent) und OMV (minus 1,48 Prozent) auf dem ATX. Auch bei den Aktien der Erste Group ging es um 0,90 Prozent bergab, BAWAG verloren 1,12 Prozent.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 10.05 Uhr bei 3.037,65 Punkten, das Tagestief lag knapp vor 13.30 Uhr bei 3.009,14 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,66 Prozent bei 1.524,46 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 14 Titel mit höheren Kursen, 19 mit tieferen und drei unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 1.763.332 (Vortag: 1.760.450) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 46,752 (42,55) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 318.130 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 10,92 Mio. Euro entspricht.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA358 2018-11-27/14:24