Breite Zustimmung für anderen Standort der Kinder-Reha in Wiesing

Die Realisierung der Kinder-Reha auf dem Grundstück unweit der Autobahnausfahrt in Wiesing ist nicht in Stein gemeißelt.

© Dähling

Wiesing –Applaus für LH Günther Platters Appell an den Wiesinger Bürgermeister und die SeneCura, die Kinder-Reha woanders zu errichten, gibt es politisch von allen Seiten. Unterdessen stellt auch der Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger klar, dass deren Zuschlag an die SeneCura nicht an den Standort in Wiesing gebunden ist.

„Die Errichtung muss nicht auf dem geplanten Areal sein. Der Standort ist bei unserem zweistufigen Bieterverfahren, bei dem die SeneCura den Zuschlag erhielt, Thema des Bieters. Er muss halt allen gesetzlichen Vorgaben entsprechen“, erklärt Dieter Holzweber, Pressesprecher des Hauptverbandes der Österreichischen Sozialversicherungsträger. Daher könne das Projekt woanders realisiert werden und damit nicht an der staugeplagten Wiesinger Autobahnausfahrt.

„Es gab berechtigte Kritik an dem Standort. Die Entscheidung von LH Platter ist sehr zu begrüßen“, sagt die grüne LA Stephanie Jicha aus Vomp. Die Landtagsvizepräsidentin meint: „Am richtigen Standort ist das Kinder-Reha-Zentrum ein absoluter Gewinn für Tirol.“ Ein neuer Standort für die Kinder-Rehabilitation wird auch von der SPÖ Tirol begrüßt. Gesundheitssprecherin LA Elisabeth Fleischanderl aus Schwaz erklärt: „Ein Standort mit einer solchen Verkehrsbelastung hätte von vornherein begleitende Schutzmaßnahmen nötig gemacht. Wenn sich Hauptverband, Land, Gemeinde und die SeneCura-Gruppe auf eine andere Lösung verständigen, wäre das nur im Sinne der betroffenen Kinder.“ FPÖ-Gesundheitssprecher LA Patrick Haslwanter meint, die Politik dürfe sich zwar nicht in privatrechtliche Angelegenheiten einmischen. Die Proteste seien aber aufgrund der erhöhten Lärm- und Luftverschmutzungswerte verständlich. „Einzig der Appell an die Vernunft der Betreiber bleibt der Politik übrig“, so Haslwanter.

VP-Landtagsabgeordnete Kathrin Kaltenhauser ist erfreut darüber, dass zusammen mit der Gemeinde Wiesing nun Alternativen geprüft werden sollen. Seitens der SeneCura, die die Kinder-Reha bauen und betreiben wird, hieß es gestern nur, man führe Gespräche mit dem Land und dem Hauptverband. (ad)

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