Wassertest - Umweltministerium: Strenge und regelmäßige Kontrollen
Wien (APA) - Die Behörden seien sich der Problemstellung bewusst, deshalb werden heimische Flüsse, Gewässer und Trinkwasser streng und regel...
Wien (APA) - Die Behörden seien sich der Problemstellung bewusst, deshalb werden heimische Flüsse, Gewässer und Trinkwasser streng und regelmäßig untersucht, reagierte Daniel Kosak, Sprecher von Landwirtschafts- und Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), auf den Wassertest von Greenpeace. SPÖ-Umweltsprecher Klaus Feichtinger sah hingegen dringenden Handlungsbedarf.
„Alle diesbezüglichen Untersuchungen vom Umweltbundesamt oder der AGES sind öffentlich zugänglich“, betonte Kosak. Die Mengen von Antibiotika im Wasser befänden sich in Österreich im Bereich von Nanogramm und seien somit nicht gesundheitsgefährdend. Sie stammten zum größten Teil nicht aus der Landwirtschaft, sondern vom Menschen.
Greenpeace hatte Proben von 29 Gewässern in EU-Regionen auf Antibiotika sowie Pestizide untersucht. Darunter waren der Schwarzaubach und die Stiefing in der Steiermark und der Sipbach in Oberösterreich.
Beim informellen Treffen der EU-Wasserdirektoren am (heutigen) Donnerstag in Wien geht es um den Wasserschutz in Europa. Wichtig wären einheitliche Grenzwerte für objektive Kontrollen. Das Umweltministerium habe „auf die Agenda gesetzt, dass solche gemeinsamen Grenzwerte erarbeitet werden sollen“, sagte Kosak.
„Erschrocken und zutiefst besorgt“ reagierte unterdessen Feichtinger auf den „Dirty Waters“-Report: „Die Regierung darf dieses Problem nicht mehr länger ignorieren und muss sicherstellen, dass keine illegalen und verbotenen Pestizide mehr verwendet werden und dass der Pestizideinsatz mit geeigneten Maßnahmen drastisch reduziert wird.“