Ausbildungszentrum in Kufstein: Mit zweiter Chance zum Metaller

2009 schufen AMS und BFI in Kufstein ein Ausbildungszentrum für Metall- und Maschinenbautechniker auf zweitem Bildungsweg.

© Hrdina

Kufstein – Nicht alles klappt beim ersten Versuch, auch nicht im Berufsleben. Seit zehn Jahren schulen das Arbeitsmarktservice Kufstein (AMS) und das Berufsförder­institut (BFI) im Ausbildungszentrum Metall (ABZ) Kufstein Metall- und Maschinenbautechniker im zweiten Bildungsweg. Einerseits wirk­e man damit dem Fachkräftemangel entgegen, andererseits biete man Menschen mit geringer Ausbildung die Chance, sich am Arbeitsmarkt zu etablieren, sagt AMS-Geschäfts­stellenleiterin Margit Exenberger.

260.000 Euro investierte das AMS dafür allein im vergangenen Jahr. 54 Arbeitssuchende haben seit 2009 auf diese Art einen Beruf erlernt und eine dauerhafte Anstellung erhalten. Die Ausbildung dauert prinzipiell ein Jahr und endet mit der gewöhnlichen Lehrabschlussprüfung. Voraussetzung ist ein Basiswissen der Branche. Ist dieses nicht vorhanden, müssen die Lehrlinge zuvor einen Grundkurs belegen. „Unsere Teilnehmer sind zwischen 18 und 45 Jahren. Der Lehrstoff ist auf wenige Monate komprimiert. Wer die Abschlussprüfung schafft, hat enorm viel geleistet“, berichtet Franz Platzer, ABZ Metall-Leiter beim BFI. Auch Personen mit sonderpädagogischem Förderbedarf habe man so schon zu einem neuen Job verholfen. „Die Zeit, die unsere Ausbildner investieren können, wären in einem normalen Lehrbetrieb nicht möglich“, meint Bruno Fuchs, Leiter des ABZ Metall in Kufstein.

80 Prozent der Teilnehmer würden erfolgreich abschließen. Im Februar werden sogar alle zehn Auszubildenden des aktuellen Kurses ihren positiven Abschluss machen, freuen sich die Organisatoren.

Nach der Grundausbildung werde man in normalen Lehrbetrieben für gewöhnlich auf den Bedarf des jeweiligen Unternehmens hin geschult, schildert Platzer. „Wir richten uns aber nach den allgemeinen Anforderungen des Berufsfeldes.“

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Damit seien Absolventen zwar flexibel einsetzbar, bräuchten in den jeweiligen Betrieben dafür eine längere Einarbeitungsphase. (jazz)


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