Rot-Weiß-Rot-Karte - ÖGB kritisiert Regierungspläne

Wien (APA) - Der ÖGB kritisierte die Regierungspläne für die Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte und der Mangelberufsliste. „Offensichtlich will d...

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Wien (APA) - Der ÖGB kritisierte die Regierungspläne für die Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte und der Mangelberufsliste. „Offensichtlich will die Regierung nicht die besten Köpfe, sondern die billigsten“, sagte der Leitende Sekretär Bernhard Achitz am Montag in einer Aussendung.

Statt in Qualifizierung und Vermittlung zu investieren, kürze die Regierung dem S das Förderbudget. Statt auf Vollbeschäftigung abzuzielen, werde auf allen Linien Politik gemacht, die den Lohndruck erhöhe und voll auf einen wachsenden Niedriglohnsektor setze. „Die Ausweitung der Mangelberufsliste von 27 auf gleich einmal 45 Berufe und die Senkung der Einkommensgrenze bei der Rot-Weiß-Rot-Card um 500 Euro im Monat setzen der bisherigen Politik noch eins drauf“, erklärte Achitz. Der Konjunkturaufschwung müsste nach Ansicht des ÖGB für eine echte und markante Reduktion der Arbeitslosigkeit genutzt werden und nicht für ein künstliches Drücken der Arbeitslosenzahlen durch Abdrängen der betroffenen Menschen in einen wachsenden Niedriglohnsektor und in prekäre Beschäftigung.


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