Fußball: Argentiniens Präsident geißelte Copa-Final-Ausschreitungen

Madrid/Buenos Aires (APA/dpa) - Fußball ist in Argentinien Staatssache. Und so nutzte Präsident Mauricio Macri auch seine Bilanz des G20-Gip...

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Madrid/Buenos Aires (APA/dpa) - Fußball ist in Argentinien Staatssache. Und so nutzte Präsident Mauricio Macri auch seine Bilanz des G20-Gipfels in Buenos Aires, um die Ausschreitungen vor dem Final-Rückspiel der Copa Libertadores zwischen River Plate und den Boca Juniors zu geißeln. „Wir wollen nicht die ganze Stadt militarisieren, um ein Fußballspiel austragen zu können“, sagte Macri am Montag.

Der 59-Jährige war zudem entrüstet darüber, dass einige Fans FIFA-Chef Gianni Infantino beim Eintritt ins River-Stadion angespuckt hätten. „Das ist viel schlimmer, als wenn einige Gewalttätige Steine gegen einen Bus werfen“, sagte er vor Journalisten. „Die Bestrafung, das Spiel nach Madrid zu verlegen, hat viel mehr hiermit als mit den Ereignissen auf der Straße zu tun.“ Dagegen kämpft der Ex-Clubchef der Boca Juniors jedenfalls an, dem Parlament wurde eine Gesetzesvorlage präsentiert, die Strafen für die Störung eines Sportereignisses oder Ticketfälschung verschärft.

Infantino hatte auf Einladung Macris auf dem G20-Gipfel am Wochenende vor Journalisten aus aller Welt gesprochen. Der Angriff auf die Boca-Spieler sei ein „sehr trauriger Moment“ gewesen, sagte der FIFA-Chef. „Das war genug, so etwas darf nie wieder geschehen.“

Nach dem 2:2 im Hinspiel war die für 24. November in der argentinischen Hauptstadt angesetzt gewesene zweite Partie zuerst vertagt und schließlich an einen neutralen Ort verlegt worden. Der Mannschaftsbus der Boca Juniors war kurz vor der Ankunft im River-Stadion mit Steinen beworfen worden. Mehrere Spieler wurden dabei leicht verletzt und hätten nicht antreten können.

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Als Ersatzspielort wurde das Estadio Santiago Bernabeu von Madrid auserkoren, wo nun am Sonntag (20.30 Uhr) die Entscheidung fallen soll. „Madrid ist ja auch ein bisschen Südamerika. Wir erwarten eine Fiesta“, sagte Infantino. Die 81.000 Zuschauer fassende Arena wird ausverkauft sein. Die Flüge in die spanische Hauptstadt sind für die Tage bis zum Sonntag bereits ausgebucht.


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