Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend geschwächt

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag mehrheitlich im Minus notiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 538,71 Zähler...

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Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag mehrheitlich im Minus notiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 538,71 Zähler oder 2,39 Prozent auf 22.036,05 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann um 78,40 Zähler (plus 0,29 Prozent) auf 27.260,44 Einheiten. Der Shanghai Composite stieg ebenfalls 11,16 Punkte oder 0,42 Prozent auf 2.665,96 Punkte.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich wiederum geschwächt. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 36.134,31 Zählern mit minus 106,69 Punkten oder 0,29 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 58,8 Zähler oder 1,00 Prozent auf 5.797,50 Einheiten.

Von der euphorisch begrüßten Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China ist am Dienstag an Asiens Börsen wenig übriggeblieben. Auf die Erleichterung nach dem von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping beschlossenen einstweiligen „Waffenstillstand“ ab Jänner folgten zum einen Gewinnmitnahmen. Andererseits wurden konkrete Aussagen über den Zeitplan zum Abbau der Zölle vermisst.

Marktrelevante Konjunkturdaten blieben weitgehend Mangelware. Dafür lieferten Nachrichten zu Unternehmen Impulse. So hat der Apple-Zulieferer Sharp einem Zeitungsbericht zufolge in Japan mehr als 3.000 ausländische Mitarbeiter entlassen. Hintergrund sei die Verlagerung der Produktion von iPhone-Sensoren in ein chinesisches Werk des Mutterunternehmens Foxconn, berichtete die Tageszeitung „Nikkei“ am Montag. Der Aktienkurs von Sharp gab um 5,74 Prozent nach.

Der ehemalige Chef des Autokonzerns Nissan, Carlos Ghosn, bleibt einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise bis Jahresende in Haft. Hintergrund sei ein neuer Vorwurf der Tokioter Staatsanwaltschaft, berichtete die Zeitung „Sankei“ am Dienstag unter Berufung auf Insider. Ghosn und ein weiterer Ex-Nissan-Manager sollen demnach ihre Bezüge auch im Zeitraum von 2015 bis 2017 zu niedrig angesetzt haben - bisher war lediglich von den fünf Jahren ab 2010 die Rede. Unterdessen hat der Konzern ein Gremium einberufen, dass über die Nachbesetzung der Führungspositionen beraten soll. Die Aktien von Nissan gaben um 1,18 Prozent nach.

In Australien hat die Zentralbank ihre Leitzinsen unverändert gelassen. Das niedrige Zinsniveau soll die australische Wirtschaft weiter stützen. Auf die Aktien der wichtigsten Geschäftsbanken in Australien wirkte sich dies jedoch weniger positiv aus. Die Anteilsscheine der Australia and New Zealand Banking Group fielen um 1,35 Prozent, Westpac verbilligten sich um 1,37 Prozent, National Australia Bank verloren um 0,93 Prozent und der Kurs der Commonwealth Bank of Australia gab 1,05 Prozent nach.


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