Europas Leitbörsen visieren zur Eröffnung Jahrestief an

Frankfurt am Main (APA) - Ohne Impulse von den US-Börsen sind die europäischen Leitbörsen am Donnerstag in der Früh nicht auf die Beine geko...

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Frankfurt am Main (APA) - Ohne Impulse von den US-Börsen sind die europäischen Leitbörsen am Donnerstag in der Früh nicht auf die Beine gekommen. Asien lieferte tiefrote Vorgaben. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.50 Uhr mit minus 1,64 Prozent oder 51,73 Punkte bei 3.098,54 Einheiten. Damit visiert der europäische Leitindex sein im Oktober erreichtes Jahrestief bei 3.090,85 Punkten an.

Der DAX in Frankfurt fiel 1,87 Prozent oder 208,97 Zähler auf 10.991,27 Punkte und fiel damit unter die börsenpsychologisch als Unterstützung geltende Marke von 11.000 Punkte und erreichte den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. In London zeigte sich der FTSE-100 mit minus 1,32 Prozent oder 91,64 Einheiten auf 6.830,20 Punkte.

Anleger fürchten, dass die Spannungen zwischen China und den USA wieder zunehmen, nachdem die beiden weltgrößten Volkswirtschaften erst am vergangenen Wochenende einen einstweiligen „Waffenstillstand“ im Zollstreit ausgehandelt hatten. Eskalationspotenzial liefert nun die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei in Kanada. Die USA drängen auf die Auslieferung der Top-Managerin Meng Wanzhou.

China hat sich sehr zuversichtlich geäußert, innerhalb der zwischen USA und China vereinbarten 90-Tage-Frist eine Einigung im Handelskonflikt zu erzielen. Ziel der Handelsgespräche ist die Abschaffung aller Zölle. Die USA setzte dafür die ursprünglich für Anfang Jänner angedrohte nächste Runde von Strafzöllen auf Eis.

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Außerdem kommen diesseitig des Atlantiks Sorgen hinzu, dass Großbritannien die Europäische Union ohne ein Abkommen verlässt, denn im Parlament zeichnet sich im Vorfeld der am 11. Dezember stattfindenden Abstimmung Widerstand ab, schreibt Ulrich Wortberg von der Helaba-Bank.

Gewinner gab es nur wenige im Euro-Stoxx-50: Danone stiegen um 0,2 und Unilever gewannen 0,1 Prozent. Branchenseitig präsentierte sich vor allem der Sektor der Automobilhersteller mit Abschlägen. So fielen Daimler um 3,3 Prozent und BMW um 2,2 Prozent. Auch VW gab um über zwei Prozent nach.

Außerdem sackten Glencore um über vier Prozent ab. Die brasilianische Staatsanwaltschaft leitete unter anderem gegen den Rohstoffhändler eine Untersuchung ein. Glencore steht im Verdacht, Bestechungsgelder an Mitarbeiter des öffentlichen Ölkonzerns Petrobras gezahlt zu haben.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA112 2018-12-06/09:58


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