Auf der Suche nach bester Lösung für Kinder-Reha in Wiesing

Laut Opposition gäbe es verfügbare Grundstücke in idealer Lage in Wiesing für die Kinder-Reha. Der Bürgermeister sagt, er blockiere nichts.

Blick auf die Gemeinde Wiesing. Unten rechts im Bild: der Ortsteil Astenberg.
© Transitforum

Von Angela Dähling

Wiesing –Die Worte von Landeshauptmann Günther Platter, er wünsche sich, dass der Wiesinger Bürgermeister mit der SeneCura eine andere Standortlösung für die geplante Kinder-Reha finde, glichen Ende November für die einen einem Donnerschlag. Für andere einem Befreiungsschlag, der neue Hoffnung gibt.

Zu Letzteren zählt die Wiesinger Gemeinderätin Maria Chelucci. Ihre Liste war von Anfang an gegen den Standort nahe der Autobahn. Dass die Gemeinde der SeneCura nicht gleich mehrere Grundstücke angeboten hat, sieht sie als „vertane Chance“. Wie berichtet, gehört das umstrittene Areal, auf dem die SeneCura das Rehabilitationszentrum errichten will, dem Wiesinger Bürgermeister Alois Aschberger. Cheluccis vierköpfiges „Wir für Wiesing“-Team stimmte mit der FPÖ-Liste (ein Mandat) auch gegen die nötige Widmungsänderung, war aber in der Minderheit.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung soll die Diskussion über den Kinder-Reha-Standort neuerlich entflammt sein. „Wir wollten die Bevölkerung aufrufen, uns alternative Grundstücke anzubieten. Unabhängig davon trat ein Bauer an mich heran, der am Astenberg einen Freilandgrund mit angrenzendem Wald zu Erholungszwecken für die Kinder-Reha anbieten würde. Das wäre beste Lage – sozusagen Gnadenwald-Qualität“, sagt Chelucci. Doch der Bürgermeister habe gesagt, die Gemeinde könne jetzt nichts tun. Unverständlich für Chelucci: „Denn es geht darum, die Situation zu retten und die Trümpfe herauszuholen, die unsere Gemeinde hat. Es bringt nichts, den Bürgermeister an den Pranger zu stellen, es muss die beste Lösung her.“ Schützenhilfe erhält sie von GR Hubert Klammer (FPÖ), der von einer Handvoll Grundstücke weiß, die zur Verfügung stünden. „Der Bürgermeister sagte, die Rechtslage sei jetzt zu prüfen. Vielleicht hofft er, dass alles so bleibt, wie es ist“, meint Klammer. BM Alois Aschberger behauptet, er stehe einem alternativen Standort offen gegenüber und blockiere nichts. „Ich bin froh, wenn wir einen alternativen Standort finden, denn mir ist das Wichtigste, dass die Kinder-Reha nach Wiesing kommt“, sagt er.

Laut Aschberger könne die Gemeinde erst tätig werden, wenn die SeneCura mit der Bitte um alternative Standorte an sie herantrete. „Denn es gibt Verträge und die SeneCura, der Hauptverband und das Land suchen nach einer Lösung“, erklärt der Dorfchef. Das Land halte sich aus der Standortsuche heraus, heißt es indes aus dem Büro des Landeshauptmanns. Alexander Maier vom Büro LR Tilg erklärt, dass LR Johannes Tilg lediglich seitens des Hauptverbandes bestätigt wurde, dass jener Gespräche mit der SeneCura aufgenommen habe.

Vom Hauptverband gibt es dazu keine neue Stellungnahme. Wie berichtet, hieß es von dort, der Zuschlag an die SeneCura sei nicht an den Standort gebunden. Die SeneCura teilt mit, es gebe derzeit nichts Neues. Transitforumsobmann Fritz Gurgiser erklärt: „Wir erwarten, dass die Gemeinde Wiesing von sich aus rasch aktiv wird, damit keine weiteren Zeitverzögerungen eintreten. Noch ist es möglich, Wiesing für die Kinder-Reha-West zu erhalten, und dafür verwenden wir uns und haben auch entsprechende Zusagen vom Land.“


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