Verein für Obdachlose: „Es ist die schwerste Zeit des Jahres“

Rund um Weihnachten wenden sich besonders viele Menschen ohne Bleibe an den Verein für Obdachlose.

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„Die kurzen Tage schlagen auf die Psyche. In dieser Zeit betreuen wir besonders viele Menschen.“ - Michael Hennermann (Verein für Obdachlose)
© Michael Kristen

Innsbruck –Hier blinkt, dort glitzert es. Glückliche Menschen streifen durch die Straßen, von einem Glühwein-Standl zum nächsten oder auf der Suche nach dem perfekten Geschenk.

Für viele am Rande der Gesellschaft sind die Tage vor Weihnachten eine enorme Belastung. Besonders wenn sie ohne Bleibe, den Innbegriff für Geborgenheit, sind. Für sie sei es nicht die schönste, sondern „die schwerste Zeit des Jahres“, sagt Michael Hennermann, Geschäftsführer des Vereins für Obdachlose. Der Verein, der unter anderem die Teestube in Innsbruck betreibt, merke dies ganz stark.

„Die kurzen Tage im Dezember schlagen auf die Psyche. In dieser Zeit betreuen wir besonders viele Menschen. Sie verweilen länger in den Einrichtungen, suchen Kontakt zu anderen, wollen reden“, berichtet der Geschäftsführer des Vereins für Obdachlose. Neben der fehlenden Geborgenheit schlage auch die Armut rund um Weihnachten verstärkt aufs Gemüt. Hennermann: „Weil dort auch Konsum eine Rolle spielt. Und vielen Menschen bewusst wird, dass sie nichts kaufen können.“

Der heutigen Ausgabe der Tiroler Tageszeitung liegt ein Erlagschein bei, mit dem die Arbeit des Vereins für Obdachlose finanziell unterstützt werden kann. (bfk)

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