Van der Bellen im Libanon: Truppenbesuch und politische Gespräche

Beirut/Wien (APA) - Bundespräsident Alexander Van der Bellen reist am Montag in den Libanon, wo er den österreichischen Bundesheer-Soldaten ...

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Beirut/Wien (APA) - Bundespräsident Alexander Van der Bellen reist am Montag in den Libanon, wo er den österreichischen Bundesheer-Soldaten im Rahmen der UNIFIL-Mission einen vorweihnachtlichen Besuch abstatten und auch politische Gespräche führen sowie ein Wirtschaftsforum besuchen wird. Am Dienstag steht ein Treffen mit Präsident Michel Aoun auf dem Programm, am Mittwoch folgt die Visite bei UNIFIL.

Unmittelbar nach der Ankunft besuchen der Bundespräsident und seine Frau Doris Schmidauer laut Präsidentschaftskanzlei das Flüchtlingslager Haouch El Nabi im Bekaa-Tal, das etwa 400 Flüchtlinge beherbergt. Der Libanon hat etwa 6,3 Millionen Einwohner, darunter 220.000 Palästinenser. Dazu kommen aber noch rund 1,3 Millionen syrische und 20.000 irakische Flüchtlinge. Der Libanon weist damit laut dem UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR weltweit die höchste Flüchtlingsdichte pro Einwohner auf.

Am Dienstag wird Van der Bellen vom Präsidenten der Libanesischen Republik, General Michel Aoun, zu einem Vier-Augen-Gespräch empfangen. Am Nachmittag trifft der Bundespräsident auch noch den Parlamentspräsidenten Nabih Berri. Im Mittelpunkt der Gespräche werden die bilateralen Beziehungen, die Flüchtlingssituation, die Lage in Syrien, der Nahostfriedensprozess sowie die UNIFIL-Friedenstruppen stehen. Am späten Nachmittag steht dann die Teilnahme an einem österreichisch-libanesischem Wirtschaftsforum auf dem Programm.

Am Mittwoch stattet der Bundespräsident den österreichischen Soldatinnen und Soldaten im Camp Naqoura seinen Besuch ab. Diese sind dort als Friedenstruppen im Einsatz. Seit November 2011 beteiligt sich das Bundesheer an der UNIFIL-Mission der Vereinten Nationen im Libanon. An dem „United Nations Interim Forces in Lebanon“-Einsatz nehmen nach Angaben des Verteidigungsministeriums rund 11.800 Soldaten und 1.000 UN-Zivilangestellte aus 40 Nationen teil. Österreichs Beitrag besteht derzeit aus 175 Soldaten.

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Nach einem Briefing über den UNIFIL-Einsatz durch den italienischen Force-Kommandanten wird es der Präsidentschaftskanzlei zufolge eine Besichtigung des Camps geben, wobei die österreichische Truppe ihre Arbeitsfelder darstellen wird. Anschließend ist ein gemeinsames Mittagessen der Soldatinnen und Soldaten mit dem Bundespräsidenten geplant.


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