Fresenius kann geplatzte Akorn-Übernahme ganz abhaken

Bad Homburg/Delaware (Ohio) (APA/Reuters) - Fresenius kann die geplatzte Übernahme des US-Unternehmens Akorn endgültig zu den Akten legen. A...

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Bad Homburg/Delaware (Ohio) (APA/Reuters) - Fresenius kann die geplatzte Übernahme des US-Unternehmens Akorn endgültig zu den Akten legen. Am Freitag wies das oberste Gericht im Bundesstaat Delaware die Klage zurück, mit der der US-Generika-Hersteller die im April 2017 vereinbarte Übernahme durch den deutschen Gesundheitskonzern durchsetzen wollte.

Gegen diese Entscheidung sei kein weiteres Rechtsmittel möglich, teilte Fresenius am Freitag mit. Das Gericht bestätigte das Urteil einer niederen Instanz, nach der das Bad Homburger Unternehmen den 4,75 Milliarden Dollar (4,18 Milliarden Euro) schweren Zukauf zu Recht absagen durfte.

Die Hessen wollten mit der Übernahme von Akorn - dem zweitgrößten Zukauf in der Firmengeschichte - eigentlich ihre eigene Sparte für Nachahmermedikamente, Kabi, stärken. Doch im April hatte Fresenius den Deal abgesagt und der Akorn-Spitze vorgeworfen, sie habe der US-Arzneimittelbehörde FDA wissentlich gefälschte Testergebnisse schicken lassen. Akorn warf Fresenius vor, die Vorwürfe als Vorwand zu nutzen, um sich aus finanziellen Gründen aus dem Geschäft zurückzuziehen.

Fresenius hatte sich am Donnerstag von seinen Zielen für 2020 verabschiedet und damit die Anleger verprellt.

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Fresenius hält in Österreich mehrheitlich den Gesundheitskonzern Vamed.

~ ISIN DE0005785604 WEB http://www.fresenius.de/ ~ APA191 2018-12-09/14:52


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