CDU-Spitze in Deutschland will Friedrich Merz weiter einbinden

Berlin (APA/dpa) - In der deutschen CDU-Spitze gibt es breite Unterstützung für eine weitere Einbindung von Friedrich Merz in die Parteiarbe...

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Berlin (APA/dpa) - In der deutschen CDU-Spitze gibt es breite Unterstützung für eine weitere Einbindung von Friedrich Merz in die Parteiarbeit - auch nach dessen Scheitern bei der Wahl zum Parteivorsitz. Dafür sprachen sich am Montag vor der ersten Sitzung der engsten CDU-Spitze mit der neuen Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer CDU-Vize Armin Laschet und andere Mitglieder des Parteipräsidiums aus.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet sagte über die künftige Einbindung von Merz: „Es ist wichtig, dass die Gedanken, die Ideen, die Friedrich Merz vorgetragen hat, in der Programmatik der CDU stattfinden. Ich wünsche mir, dass er sichtbar bleibt.“ Merz habe selbst entschieden, dass er keine Parteifunktion übernehmen wolle. „Das haben wir zu respektieren. Aber die Themen, auch die Wirtschaftsthemen müssen wir aufgreifen, das ist unsere Aufgabe.“

Der stellvertretende CDU-Chef und hessische Ministerpräsident Volker Bouffier äußerte sich zurückhaltend zur Frage, welche Rolle Merz künftig in der CDU spielen solle. Er sagte: „Ach, das schauen wir mal. Das ist Sache der Vorsitzenden und von Herrn Merz.“

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer nannte Merz einen wichtigen Menschen für die CDU, „der viel Vertrauen genießt, der vor allen Dingen auch wirtschaftspolitisch große Kompetenzen hat“.

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Die stellvertretende CDU-Chefin Julia Klöckner sagte, sie wisse, dass Merz bereit sei, sich weiterhin in die Partei einbinden zu lassen. Darüber gebe es auch Gespräche. „Ich halte es für einen großen Gewinn, wenn gerade die Flügel, die wir haben, in der CDU durch prominente Personen auch vertreten sind.“

Bei der Sitzung sollte es unter anderem um die politische Planung für das kommende Jahr und erste Vorbereitungen etwa auf die Europawahl Ende Mai gehen. Auf eine Information der Öffentlichkeit im Anschluss wollte Kramp-Karrenbauer verzichten: Die sonst nach solchen Sitzungen übliche Pressekonferenz sollte am Montag nicht stattfinden. Auch Kanzlerin Angela Merkel, die nach 18 Jahren nicht mehr für den Parteivorsitz kandidiert hatte, nahm an den Beratungen teil. Sie gehört dem CDU-Präsidium qua Amt an.


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