Österreich will Handel mit Asien ausweiten

Im Fokus der gestern präsentierten neuen Außenwirtschaftsstrategie der Bundesregierung stehen freier Handel, Wachstumsmärkte und Fachkräfte.

  • Artikel
  • Diskussion

Wien –Die österreichische Bundesregierung will ihre Außenwirtschaftspolitik neu aufstellen. Gestern wurden in Wien die entsprechenden Vorhaben von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP), Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) und Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer vorgestellt.

Das Strategiepapier umfasst insgesamt 63 Maßnahmen, mit denen die positive Entwicklung der österreichischen Außenwirtschaft fortgesetzt werden soll, wie die Politiker betonten. „Die österreichischen Unternehmen verdienen rund sechs von zehn Euro durch den Export“, betonte Schramböck, jeder zweite Job sei direkt oder indirekt vom Export abhängig.

Zielregionen der Außenwirtschaft sollen künftig verstärkt Wachstumsmärkte sein, vor allem Asien. „Der Großteil der Exporte geht derzeit nach Europa, dabei vor allem nach Deutschland. Das schafft aber auch Abhängigkeit“, erklärte die Wirtschaftsministerin. „Wir müssen dahin gehen, wo die Wachstumsmärkte sind“, betonte Mahrer. Unter anderem im Oman und in Vietnam sollen neue Vertretungsbehörden eröffnet werden.

Gegen den Fachkräftemangel seien Bildungs- und Qualifikationsmaßnahmen wesentlich. Dazu will man das österreichische System der dualen Ausbildung exportieren.

"Ice Road": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Unternehmen sollen zudem von Handelsabkommen profitieren. Diese sollen laut Schramböck transparenter werden. „Es ist klar, dass Handel die Lösung und nicht das Problem ist“, betonte die Ministerin. Zudem sei die Absicherung der Rohstoffversorgung ein wichtiges Thema, ergänzte Kneissl, zu hinterfragen sei die Rechnungslegung in US-Dollar bei Rohstoffen. (ecke)


Kommentieren


Schlagworte