US-Börsen

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Montag erneut tiefrot geschlossen. Bereits zum Wochenschluss war es mit der Wall Street wegen Sorgen...

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New York (APA) - Die US-Börsen haben am Montag erneut tiefrot geschlossen. Bereits zum Wochenschluss war es mit der Wall Street wegen Sorgen über die Entwicklung der Weltkonjunktur merklich tiefer nach unten gegangen.

Der Dow Jones Industrial Index rutschte um 507,53 Punkte oder 2,11 Prozent auf 23.592,98 Einheiten tiefer, nachdem er bereits am Freitag um satte zwei Prozent verloren hatte. Der weltbekannteste Börsenindex rasselte damit auf das tiefste Niveau seit Anfang Mai. In zwei Tagen brach der Dow damit um mehr als beachtliche 1.000 Punkte ein. Der S&P-500 Index sackte heute um 54,01 Punkte oder 2,08 Prozent auf 2.545,94 Zähler ab. Der Nasdaq Composite Index ermäßigte sich um 156,93 Einheiten oder 2,27 Prozent auf 6.753,73 Zähler.

Laut Finanzinformationsdienst CNBC steuern der Dow und der S&P-500 auf die schwächste Dezember-Performance seit der „Großen Depression“ im Jahr 1931 an. Beide US-Leitindizes büßten im letzten Monat des Jahres bis dato um etwa sieben Prozent ein.

Zum Wochenstart drückten enttäuschende Konjunkturnachrichten aus den USA auf die Kurse. So trübte sich Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York im Dezember spürbar ein. Auch die Lage am US-Häusermarkt verschlechterte sich etwas.

Die Anleger blicken zudem schon auf die kommenden Tage. Vor der am Markt erwarteten nächsten Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed zur Wochenmitte verhielten sich die Investoren mit neuen Aktienengagements zurückhaltend.

Im Dow Jones konnte keiner der vertretenen 30 US-Blue Chips zulegen. Mindestens dreiprozentige Kursabschläge mussten American Express, Cisco, IBM, Procter & Gamble und Walgreens hinnehmen.

Die Aktien von Goldman Sachs verbilligten sich um 2,7 Prozent. Malaysia verklagte die Bank wegen des milliardenschweren Skandals beim malaysischen Staatsfonds 1MDB.

Bei den Aktien von Johnson & Johnson setzte sich die eklatante Kursschwäche vom Freitag nur wenig gebremst fort. Der Kurs des Pharmazie- und Konsumgüterherstellers fiel um 2,8 Prozent. Nach einem kritischen Medienbericht zu Inhaltsstoffen in Babypuder war er am Freitag bereits um rund zehn Prozent abgesackt.

Eine Gewinnwarnung des britischen Online-Händlers Asos und eine generell schlechte Stimmung unter Anlegern für die Branche lasteten auch am US-Markt auf Konsumtiteln. Papiere von Nike beispielsweise waren mit einem Abschlag von 3,6 Prozent unter den schwächsten Titel im Dow.

Die Papiere von Best Buy büßten 5,7 Prozent ein. Die Analysten der Bank of America äußerten sich skeptisch zu den Anteilsscheinen des Unterhaltungselektronik-Händlers.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA523 2018-12-17/22:21


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