Ein Sieg mit ganz viel Bauchweh für die Innsbrucker Haie

Ein völlig glanzloser und knapper 3:2-Sieg gegen das letzte Aufgebot von Zagreb stellte den Innsbrucker Haien ein schlechtes Zeugnis aus.

  • Artikel
  • Diskussion
Nur ein ganz kleines Handgemenge – die HCI-Verteidiger Flo Pedevilla und Neuerwerbung Tomas Kudelka hatten hier Zagrebs Tom Zanoski in Arbeit.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck — Nach der zehntägigen Länderspielpause wurde den Innsbrucker Haie­n am Dienstag die „ausverkaufte" Truppe aus Zagreb eigentlich auf dem Servierteller präsentiert. Schon das Aufwärmen der kroatischen No-Name-Rumpftruppe machte die Spuren der enormen finanziellen Schwierigkeiten sichtba­r. Aus der zweiten Mannschaft hochgezogen, zog der 39-jährige Igor Jacmenjak durchaus „elegant" seine Kreise.

„Man muss Danke sagen, dass sie den Grunddurchgang fertig spielen. Es tut mir leid für sie", zollte HCI-Obmann Günther Hanschitz den Gästen Respekt — mit der Überlegung, ihnen nach dem Match eine (Weihnachts-)Pizza zu spendieren.

Die Haie wussten mit der freiliegenden Beute im ersten Drittel aber rein gar nichts anzufangen. Dass es durch Mario Lamoureux (5.) einen Hochkaräter gab, war zwingend zu erwarten. Dass sich die Innsbrucker mit dummen Strafen schwächten (90 Sekunden drei gegen fünf) und Keeper Luka Gracnar nicht nur einmal in höchster Not retten musste, wirft große Fragezeichen auf. Die ersten 20 Minuten (es blieb beim 0:0) stellten den Hausherren ein „Nicht genügend" aus. Während der tapfere Außenseiter fleißig arbeitete, agierten die Haie viel zu lässig.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts rettete erneut Gracna­r in extremis, ehe John Lammers (25.) und Tyler Spurgeon (27.) die Führung auf der Schaufel hatten. Mit insgesamt 12 Legionären (Stach ist noch verletzt), zehn davon in den ersten beiden Linien, taten sich die Gastgeber aber weiter schwer. Erst ein Power­play-Treffer von Verteidiger Sacha Guimond brachte nach den ersten Pfiffe­n in der Tiwag-Arena das 1:0 (36.).

"Ice Road": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Der 1:1-Ausgleich nach schwerem Fehler von Neuerwerbung Tomas Kudelka trübte noch mehr die Stimmung, wenig später rückten Kapitän Tyler Spurgeon (47.) und Andrew Clark (52.) die Verhältnisse zurecht. Jetzt waren die Gäste, bei denen Goali­e Vilim Rosandic glänzte, fast stehend k. o. Sie kamen in doppelter Überzahl aber zum zweiten Treffer. Und so wurde es statt des erwarteten Schützenfestes ein Sieg, der ganz viel Bauchweh hinterlässt.

Ein Bild, das mehr als tausend Worte sagt – HCI-Coach Rob Pallin traute neben Co-Trainer Alex Stein seinen Augen nicht.
© gepa

Kommentieren


Schlagworte