Papst kritisiert Nationalismus in der Politik

Vatikanstadt (APA) - Der Papst kritisiert in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Jänner 2019 die Politik, die „eine Haltung der Absch...

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Vatikanstadt (APA) - Der Papst kritisiert in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Jänner 2019 die Politik, die „eine Haltung der Abschottung oder des Nationalismus“ einnimmt. Nachdrücklich warnte Franziskus vor „einer Haltung der Abschottung oder des Nationalismus“ mit entsprechenden politischen Slogans, „die Migranten aller Übel beschuldigen und den Armen die Hoffnung nehmen“.

Der Frieden sei - so der Papst unter Zitierung des französischen Schriftstellers Charles Peguy - eine „zarte Blume, die versucht, mitten unter den Steinen der Gewalt aufzugehen“. „Die Politik ist ein grundlegendes Mittel, um ein Gemeinwesen aufzubauen und das Tun des Menschen zu fördern; aber wenn sie von den Verantwortlichen nicht als Dienst an der menschlichen Gemeinschaft verstanden wird, kann sie zu einem Instrument der Unterdrückung und Ausgrenzung, ja sogar der Zerstörung werden“, so der Pontifex, in der Botschaft, die den Titel „Gute Politik steht im Dienste des Friedens“ trägt.

„Die politische Funktion und Verantwortung stelle eine ständige Herausforderung für alle dar, die das Mandat erhalten, ihrem Land zu dienen, die dort lebenden Menschen zu schützen und Voraussetzungen für eine würdige und gerechte Zukunft zu schaffen. Wenn sie sich in grundlegender Achtung des Lebens, der Freiheit und der Würde des Menschen vollzieht, kann die Politik wirklich zu einer hervorragenden Form der Nächstenliebe werden“, erklärte Franziskus.

Der Papst rief die Politiker auf, gemeinsam für das Wohl der Menschheitsfamilie zu arbeiten. Wichtig sei dabei menschliche Tugenden zu praktizieren, die einem guten politischen Handeln zugrunde liegen: Gerechtigkeit, Gleichheit, gegenseitiger Respekt, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Treue. Frieden sei das Ergebnis eines „großen politischen Projekts“.


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