Kranjec triumphierte in Saalbach, Hirscher Sechster, Feller out

Nach 18 Riesentorläufen in Serie auf dem Podest musste sich Marcel Hirscher beim Heimrennen in Saalbach-Hinterglemm mit Rang sechs begnügen. Der Slowene Zan Kranjec holte sich den Sieg.

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Zan Kranjec raste in Saalbach-Hinterglemm zum Sieg.
© gepa

Saalbach-Hinterglemm - Der Slowene Zan Kranjec gewann am Mittwoch überraschend den Riesentorlauf in Saalbach. Der 26-Jährige setzte sich 0,19 Sekunden vor dem Schweizer Loic Meillard sowie eine halbe Sekunde vor dem Franzosen Mathieu Favre durch und feierte seinen ersten Weltcupsieg. Bester Österreicher beim Ersatzrennen für den abgesagten Weltcup-Auftakt in Sölden war einmal mehr Olympiasieger Marcel Hirscher, der sich aber nach fehlerhaften Fahrten im Heimrennen mit Platz sechs begnügen musste.

"Ich wollte nach dem 1. Durchgang noch mehr Gas geben, noch mehr ans Limit gehen und zeigen, was ich kann. Ich hätte mir kein besseres Weihnachtsgeschenk machen können", sagte Kranjec beim Sieger-Interview. Er gewann als erster Slowene überhaupt einen Weltcup-Riesentorlauf: "Das macht mich natürlich stolz!"

Erstmals nach 18 Rennen nicht am Stockerl

Für Hirscher ging eine beeindruckende Serie zu Ende. Nach Podestplätzen in den letzten 18 Weltcup-Riesentorläufen sowie Gold bei Olympia und der WM stand der Gesamtweltcup-Leader bei einer Siegerehrung wieder einmal neben dem Stockerl. "Ich habe heute das Gefühlt gehabt, dass ich in zwei Tagen das Skifahren verlernt habe", erzählte Hirscher von augenscheinlichen Problemen mit Piste und Set-up. "Dafür, dass ich drei Mal hingefallen bin, ist das Ergebnis nicht so schlecht. Sehr oft haben wir sehr gut beim Material entschieden, heute eben nicht."

Lange Zeit zum Hadern blieb dem ÖSV-Superstar ohnehin nicht. Bereits am Donnerstag steht in Saalbach-Hinterglemm ein Slalom (10.00 und 13.00 Uhr/TT.com-Ticker) auf dem Programm.

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Manuel Feller schied im zweiten Durchgang aus.
© APA

Der Tiroler Manuel Feller - nach dem ersten Durchgang noch mit drei Hundertstelsekunden Rückstand Zweiter - schied im Finale ebenso aus wie der Halbzeitführende Matts Olsson aus Schweden. "Es war nur eine Frage der Zeit, dass ich auf der 'Pappn' liege", schimpfte der 26-Jährige. "Ich habe einen Stein erwischt und habe keinen Rechtsschwung mehr zusammengebracht. Eigentlich hätte ich rausfahren müssen, das wäre sicherer gewesen."

Von den restlichen ÖSV-Herren schaffte es nur noch Johannes Strolz (17.) in die Punkteränge. Auch für die Mitfavoriten Alexis Pinturault (FRA/7.) und Henrik Kristoffersen (NOR/8.) verlief der Renntag nicht nach Wunsch. (TT.com)


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