Zwei Migranten aus Mittelamerika in Tijuana bei Raubüberfall getötet

Die beiden Jugendlichen seien laut Berichten erwürgt worden, außerdem hätten die Leichen Stichverletzungen aufgewiesen.

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Tijuana – In der mexikanischen Grenzstadt Tijuana sind zwei Migranten aus Honduras bei einem Raubüberfall getötet worden. Die beiden Jugendlichen seien erwürgt worden, berichtete die Tageszeitung El Pais am Mittwoch. Die Leichen hätten zudem Stichverletzungen aufgewiesen.

Ein dritter Jugendlicher aus Honduras überlebte den Überfall in der Stadt an der Grenze zu den USA. Die Opfer des Überfalls waren laut Berichten zwischen 16 und 17 Jahren alt. Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador bestätigte den Tod der beiden Honduraner.

Vermeintliche Prostituierte als Lockvögel

Frauen hätten den drei Jugendlichen, die in einer Migranten-Unterkunft untergebracht waren, Sex angeboten, berichtete El Pais unter Berufung auf die Aussage des Überlebenden des Überfalls. Sie lockten die Honduraner demnach in ein leerstehendes Haus, wo sie von einer Gruppe Männern angegriffen wurden. Der Überlebende sei losgeschickt worden, um Geld zu besorgen. Die Leichen der beiden anderen Honduraner wurden laut Medienberichten später in dem Haus gefunden.

Bei dem Überfall handelt es sich um den ersten tödlichen Übergriff auf Migranten in der mexikanischen Grenzstadt. Seit Mitte November harren dort Tausende Menschen aus Mittelamerika aus, die auf Asyl in den USA hoffen. Sie waren mit einer sogenannten Migranten-Karawane in Tijuana angekommen und fliehen vor der Armut und der Gewalt in ihren Heimatländern.

Tijuana leidet unter einer Welle der Gewalt. In der Grenzstadt mit rund 1,3 Millionen Einwohnern gab es von Beginn dieses Jahres bis Ende Oktober 2300 Tötungsdelikte. Die verfeindeten Drogenkartelle Sinaloa und Jalisco Nueva Generacion kämpfen um die Stadt, die rund 30 Kilometer Luftlinie entfernt von der US-Stadt San Diego einen der lukrativsten Märkte des Landes bietet. (APA/dpa)


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