Ein hundertfaches Stille Nacht

Auf der Innsbrucker Seegrube sang Samstagabend ein riesiger Chor unter Leitung von Bürgermeister Georg Willi für „Licht ins Dunkel“.

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Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi (o.) dirigierte den riesigen Chor aus Sängern und Zuschauern auf der Seegrube.
© Vanessa Rachlé/ TT

Von Helmut Mittermayr

Innsbruck –Kurzzeitig kam Gänsehautfeeling auf der Seegrube in Innsbruck auf. Samstag kurz nach fünf am Abend war es bereits dunkel und schneite dicke Flocken, trotzdem strahlten die Lichter der 1300 Meter tiefer liegenden Stadt die Nordkette herauf. Mitten unter den Bergfahrern stand Bürgermeister Georg Willi auf der mit Menschen gefüllten Bergterrasse und dirigierte zwölf Sänger und Sängerinnen sowie Bläser zu „Stille Nacht, heilige Nacht“. Hunderte fielen mit in das Lied ein, eine himmlische Klangwolke legte sich über das nächtliche Inntal.

Die Innsbrucker Nordkettenbahnen hatten anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums von „Stille Nacht, heilige Nacht“ zu einem rekordverdächtigen Gesangsnachmittag für den guten Zweck geladen. Jede Berg- und Talfahrt ab 15 Uhr wurde pauschal um zehn Euro angeboten und der gesamte Erlös für „Licht ins Dunkel“ bereitgestellt. Auch Freizeittickets wurden anerkannt. Nordkettengeschäftsführer Thomas Schroll konnte schließlich 651 Bergfahrten bekannt geben. Damit nicht genug werden die damit schon eingespielten 6510 Euro durch die Bergbahnen selbst, eine Spendenbox auf der Seegrube und weitere Geber – wie etwa alle Restaurants am Berg – „noch auf eine schöne Summe erhöht“, gab Schroll bekannt. Ihm war auch wichtig, zu erwähnen, dass das Geld in Tirol bleiben wird und via „Licht ins Dunkel“ dem Verein Netzwerk Tirol zukommen wird. Bürgermeister Georg Willi erklärte in seiner 15-Sekunden-Rede, dass er nicht zum Reden da sei, sondern zum Singen. Und so hielt er es.

Eine romantische Stimmung hatte sich im Schneetreiben breitgemacht.
© Vanessa Rachlé / TT

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