Verurteilter drohte Richter mit Radikalisierung

Innsbruck – Gleich mehrfach war ein Rumäne in Tirol mit dem Strafrecht in Konflikt gekommen. Mit Einbrüchen in Schrebergartenhäuschen hatte ...

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Innsbruck –Gleich mehrfach war ein Rumäne in Tirol mit dem Strafrecht in Konflikt gekommen. Mit Einbrüchen in Schrebergartenhäuschen hatte es im Mai angefangen. Am Ende eines Lokalbesuchs im September stand die Verhaftung des 46-Jährigen.

Unklarheiten zum Wechselgeld hatten zuvor zu einer Streiterei in der Nachtbar geführt. Dabei hatte ein Bekannter des Rumänen so heftig urgiert, dass er dabei einen unbeteiligten Lokalgast angerempelt hatte. Als sich jener dies verbeten und auch noch die Kellnerin in Schutz genommen hatte, zog der Begleiter des Rumänen erstmal ab. Als der Lokalgast jedoch die Toilette besuchen wollte, folgte ihm der 46-Jährige mit einem in Toilettenpapier gewickelten Messer. Nur durch Glück konnte der Gast eine Stichbewegung in Richtung Oberkörper instinktiv abwehren.

Versuchte absichtlich schwere Körperverletzung. Dies brachte dem 46-Jährigen am Landesgericht nun eine Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren ein. Grund für den Verurteilten, nun völlig mit der Gesellschaft brechen zu wollen. „Im Gefängnis werde ich mich radikalisieren. Ich trete dem Islam bei“, richtete der 46-Jährige Strafrichter Günther Böhler noch im Verhandlungssaal aus. Eine fatale Aussage, müssen Justizanstalten Radikalisierungstendenzen von Häftlingen doch besonders intensiv im Auge behalten. (fell)


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