Maltas Kirche schlägt Staat Kooperation beim Lebensschutz vor

Valletta (APA) - Um Frauen in Schwangerschaftskonflikten besser zu helfen, will Maltas Kirche enger mit dem Staat zusammenarbeiten. Das habe...

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Valletta (APA) - Um Frauen in Schwangerschaftskonflikten besser zu helfen, will Maltas Kirche enger mit dem Staat zusammenarbeiten. Das habe Maltas Erzbischof Charles Scicluna Politikern der Regierung wie der Opposition vorgeschlagen, berichtete die Zeitung „Times of Malta“ laut Kathpress am Donnerstag in ihrer Onlineausgabe.

Bei zwei Begegnungen mit Premierminister Joseph Muscat und Oppositionsführer Adrian Delia sagte Scicluna dem Bericht zufolge, die Kirche wolle das Leben schützen, nicht indem sie verdamme, sondern Hilfe und Solidarität anbiete, damit Betroffene ihre Verantwortung tragen können. Darüber hinaus braucht es nach Ansicht des Erzbischofs koordinierte nationale Anstrengungen, um Frauen in derartigen Konfliktlagen zu unterstützen.

Malta ist das einzige Land in der EU, in dem Abtreibungen in jedem Fall verboten sind, auch bei Gefahr für das Leben der Frau. Es drohen Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren.

In seinen Gesprächen erinnerte Scicluna auch daran, dass die Kirche jüngst auch mit der Hospizbewegung im Land eine stärkere Zusammenarbeit vereinbart habe. Dazu habe sie etwa ein Anwesen überlassen, auf dem eine moderne Hospizeinrichtung errichtet werden soll. Zudem wolle die Kirche im Bereich psychischer Krankheiten und Therapien stärker mit staatlichen Stellen kooperieren, damit dieses Thema in der Gesellschaft stärker bewusst werde.

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