Nach Mafia-Mord in Wien - Angeschossener zur Fahndung ausgeschrieben

Wien (APA) - Der 23-Jährige Mann, der von dem nach wie vor flüchtigen Schützen mehrfach getroffen wurde, befindet sich nicht mehr in Lebensg...

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Wien (APA) - Der 23-Jährige Mann, der von dem nach wie vor flüchtigen Schützen mehrfach getroffen wurde, befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr. Er wurde in einem Wiener Spital stabilisiert, Meldungen über sein angebliches Ableben stellten sich als falsch heraus. Festgenommen wurde er, weil er zur internationalen Fahndung ausgeschrieben war.

Welcher Staat nach dem 23-Jährigen gesucht hatte und aus welchem Grund nach ihm gefahndet wurde, kommunizierte die Polizei nicht. Bei dem Verletzten soll es sich um einen Sohn des einstigen Bosses der montenegrinischen Mafia in der Vojvodina-Hauptstadt Novi Sad handeln. Sowohl der Vater wie auch ein Bruder des 23-Jährigen waren bei Mafia-Abrechnungen in Novi Sad bzw. Belgrad 1999 bzw. 2015 ums Leben gekommen.

Der 23-Jährige wird in dem Wiener Spital von der Polizei bewacht, gab Polizeisprecher Daniel Fürst bekannt. Wie die Tageszeitung „Österreich“ am Sonntag berichtete, dürfte der Mann bei der Schießerei großes Glück gehabt haben. Er soll neben mehreren Treffern im Oberkörperbereich einen Streifschuss am Kopf erlitten haben.

Um die Hintergründe der Tat zu klären und auf die Spur des Attentäters zu kommen, laufen länderübergreifende Ermittlungen. Das Landeskriminalamt Wien sowie das Bundeskriminalamt arbeiten intensiv mit den Behörden in Serbien und Montenegro zusammen.


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