Baumann: „Wenn es so bleibt, brauch‘ ich Samstag gar nicht anzutreten“

Der Ärger über die schon traditionell grenzwertige Präparierung der Streif war Romed Baumann am Dienstag ins Gesicht geschrieben.

Romed Baumann fühlte sich am Dienstag überfordert.
© Thomas Boehm / TT

Kitzbühel — Gerade erst hatte Romed Baumann als Kombinations-Fünfter von Wengen so etwas wie Licht am Ende des Frustrationstunnels geortet, da tappte er am Dienstag schon wieder im Dunkeln. Mehr noch: Der Lokalmatador, der 2001 auf der — damals verkürzten — Streif schon einmal Abfahrtszweiter gewesen war, stellte sich nach dem Auftakttraining die Sinnfrage: „Wenn es so bleibt, brauche ich am Samstag erst gar nicht anzutreten."

Der Ärger über die schon traditionell grenzwertige Präparierung der Streif war dem 33-Jährigen ins Gesicht geschrieben. „Unter Skifahren stelle ich mir etwas anderes vor. Viel werden da runter nicht auf Zug fahren."

Dennoch müsse er sich auch bei der eigenen Nase nehmen, „weil ja andere g'scheit runtergekommen sind". Über 30-mal sei er die Streif schon runtergebrettert, aber so etwas wie diesmal hätte er nach eigener Einschätzung noch nie erlebt. Kommt auch nicht alle Tage vor, dass einer während eines Trainingslaufes aus freien Stücken stehen bleibt.

„Schon bei der Linkskurven-Anfahrt auf das U-Hakerl hat's mich hergeschlagen, ich bin mit einer 360er-Drehung raus in den Steilhang und da hat es sich angefühlt, als ob ich keine Kanten mehr auf dem Ski hätte." Also blieb Baumann stehen, stellte aber keinerlei Materialprobleme fest und begnügte sich in der Folge mit einer schnelleren Besichtigungsfahrt. Die Erkenntnisse hielten sich freilich in überschaubaren Grenzen. (m. i.)


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