Noel triumphierte beim Slalom in Kitzbühel, Hirscher auf Platz zwei

Clement Noel gewann nach Wengen auch den Slalom in Kitzbühel. Der Franzose setzte sich vor ÖSV-Superstar Marcel Hirscher und seinem Landsmann Alexis Pinturault durch.

Die Top drei im Slalom: Marcel Hirscher mit den beiden Franzosen Clement Noel und Alexis Pinturault.
© gepa

Kitzbühel - Clement Noel ist der Mann der Slalom-Stunde. Der Franzose setzte sich nach Wengen auch in Kitzbühel die Krone auf. Der 21-Jährige verwies ÖSV-Superstar Marcel Hirscher (+ 0,29) und Landsmann Alexis Pinturault (+ 0,36 Sekunden) auf die weiteren Podestplätze.

Neben Hirscher landeten mit Marco Schwarz (5.), Michael Matt (8.) und Christian Hirschbühl (10.) noch drei weitere ÖSV-Läufer in den Top Ten. Manuel Feller fädelte im ersten Durchgang ein und wurde disqualifiziert.

Noel will genießen, Hirscher bilanzierte zufrieden

"Die ganzen Menschenmassen hier sind beeindruckend, ich bin noch nie vor so einer Kulisse gefahren", staunte Noel im Ziel unter dem Jubel Zigtausender Ski-Fans nicht schlecht. "Ich habe es nicht erwartet, zwei Rennen in Serie zu gewinnen", gestand der schnelle Franzose, der nun auch am Dienstag beim Nightrace in Schladming als Favorit ins Rennen geht. "Bis dahin werde ich mir Zeit nehmen, das zu genießen." 75.000 Euro Siegprämie werden das Noel versüßen.

Hirscher betrieb wie schon zuletzt in Wengen in der Entscheidung Schadensbegrenzung, fuhr von Rang neun zur Halbzeit mit Laufbestzeit noch aufs Podest. "Der zweite Durchgang war okay, ich weiß nicht, was momentan im ersten Lauf immer los ist", rätselte der Salzburger. Der 29-Jährige wollte im dichten Schneetreiben ohnehin das Positive hervorheben: "Wir haben heute ein super Rennen gesehen, an das wir uns noch lange erinnern werden. Was das Pistenteam hier geleistet hat, ist einfach unglaublich."

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Im Gesamtweltcup baute Hirscher seinen Vorsprung auf Verfolger Henrik Kristoffersen, der Vierter wurde, auf 445 Punkte aus. In der Slalom-Wertung liegt er 175 Zähler vor Noel.

Für die Überraschung des Tages sorgte Albert Popow. Der junge Bulgare belegte den neunten Platz, nachdem er mit Startnummer 71 noch auf Rang fünf zur Halbzeit gefahren war. "Ich mag es, wenn es super-eisig ist und schwierig. Das ist mein Ding", erklärte der 21-jährige auf Deutsch. Popow trainiert seit drei Jahren mit dem deutschen Team um Felix Neureuther (11.), war sogar für ein Jahr in Tirol in der Schule und vor dem Kitzbühel-Slalom nur in Levi (20.) und Madonna (16.) in die Top 30 gekommen.

Die 79. Hahnenkammrennen werden am Sonntag mit einem Super-G (13.30 Uhr/live TT.com-Ticker) abgeschlossen. Gratulieren durften sich auch die Veranstalter. Angesichts von dichtem Schneefall und Nebel hatten sie mit dem Programmwechsel alles richtig gemacht. Am Samstag wäre an eine Abfahrt nicht zu denken gewesen. (pim)


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