Zwischen Askese und Leidenschaft
Das 5. Kammerkonzert überraschte mit facettenreichen Klanggestalten.
Innsbruck –Das Kammerkonzert im Haus der Musik stand diesmal ganz im Zeichen Frankreichs. Gespielt wurden u. a. Stücke von Maurice Ravel (1875–1937), Gabriel Fauré (1845–1924) sowie von Harfenvirtuosin Henriette Renié (1875–1956). Mit großem musikalischen Gespür gelang es den drei Musikern Baiba Skride (Violine), Xavier de Maistre (Harfe) und Daniel Müller-Schott (Violoncello), die facettenreichen Atmosphären dieser Musikstücke zu vermitteln. Besonders gefühlvoll vorgetragen waren etwa die getragenen Sonaten für Violine und Violoncello von Maurice Ravel. Baiba Skride auf der Violine und Daniel Müller-Schott am Violoncello ergänzten sich dabei hervorragend. Ihr Musizieren besitzt etwas Dialogisches, asketische Stimmungen wechseln sich mit leidenschaftlichen ab, und es gelingt ihnen, die musikalischen Kontraste und schwebenden Klänge der Kompositionen von Maurice Ravel überzeugend zu transportieren. Ihre Ausflüge in harmonische Verfremdungen ergeben am Ende immer wieder eine stimmige Einheit und überzeugen durch Geschlossenheit.
Das enorme Talent des Harfinisten Xavier de Maistre, der Henriette Renié geradezu ein musikalisches Denkmal setzte, faszinierte bis zum letzten Akkord. Dieser Abend, dem auch Zugaben folgten, wurde ganz zu Recht mit großem Applaus belohnt. (geta)
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