Europas Leitbörsen schließen ohne klare Richtung

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag den Handelstag ohne klare Richtung beendet. Nach einem einheitli...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag den Handelstag ohne klare Richtung beendet. Nach einem einheitlich festen Start brachten Verluste an der Wall Street die europäischen Leitbörsen am Nachmittag teilweise ins Straucheln.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor im Lauf des Tages 19,71 Einheiten oder 0,62 Prozent auf 3.182,66 Punkte. Der DAX in Frankfurt beendete den Handelstag mit 11.089,79 Punkten und minus 77,43 Einheiten oder 0,69 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London stieg um 6,17 Zähler oder 0,09 Prozent und steht nun bei 7.197,01 Stellen.

Bei den Konjunkturdaten gab es am Donnerstag diverse Veröffentlichungen. Bereits in der Früh wurden BIP-Zahlen für Deutschland publiziert. Die deutsche Wirtschaft ist ihnen zufolge knapp an einer Rezession vorbeigeschrammt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte im vierten Quartal 2018, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Eurozone hat zum Jahresende hin ihren moderaten Wachstumskurs fortgesetzt. Im vierten Quartal gab es ein Plus von 0,2 Prozent.

In Übersee waren die Umsätze im US-Einzelhandels im Dezember deutlich stärker als erwartet gefallen. Das sorgte auch für schlechte Stimmung an der Wall Street. Der Dow Jones startete mit einem moderaten Minus.

Einen Sprung nach oben machten in Europa Aktien von Micro Focus in London - sie stiegen um mehr als 12 Prozent. Der Softwarehersteller hatte Zahlen vorgelegt. Beim britisch-schwedischen AstraZeneca-Konzern gab es ebenfalls ein deutliches Kursplus von mehr als 7 Prozent. Im vierten Quartal konnte das Pharmaunternehmen dank neuer Medikamente und einer starken Nachfrage in China aufholen. Beim Coca-Cola-Abfüller Coca Cola HBC setzte es hingegen in London Verluste. Trotz eines moderaten Umsatzanstiegs im Geschäftsjahr stand bei der Aktie ein Minus von 8,57 Prozent zu Buche.

An der Zahlenfront gab es auch aus Frankreich Neuigkeiten. Airbus hat dank eines Auslieferungsrekords ziviler Flugzeuge im vergangenen Jahr etwas besser abgeschnitten als am Markt erwartet. Der Umsatz stieg auf 63,7 Milliarden Euro von 59,0 Milliarden Euro ein Jahr zuvor, wie der Flugzeughersteller mitteilte. Unterdessen wird auch die Produktion des weltgrößten Passagierjets A380 eingestellt. Investoren waren davon offenbar angetan - die Aktie stieg um mehr als 4 Prozent.

Ebenfalls in Paris legten Schneider Electric um 3,70 Prozent zu. Der Industriekonzern rechnet 2019 mit einem etwas geringeren Wachstum als zuletzt. Auch der operative Gewinn dürfte im laufenden Jahr nicht mehr so stark steigen wie noch 2018.

Der französische Autobauer Renault hat im letzten Jahr unter dem inzwischen zurückgetretenen Konzernchef Carlos Ghosn weniger verdient. Das Betriebsergebnis des Konzerns sank 2018 um knapp 22 Prozent auf 2,99 Milliarden Euro, unter anderem wegen der Wirtschaftskrise in Argentinien. An der Börse gab es dennoch ein Plus von 1,59 Prozent.

~

Index Aktuell Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.961,39 -33,88 -1,13 2.995,27 Frankfurt DAX 11.089,79 -77,43 -0,69 11.167,22 London FT-SE-100 7.197,01 6,17 0,09 7.190,84 Paris CAC-40 5.062,52 -11,75 -0,23 5.074,27 Zürich SPI 10.705,15 8,85 0,08 10.696,30 Mailand FTSEMIB 19.834,96 -154,94 -0,78 19.989,90 Madrid IBEX-35 8.952,50 -29,90 -0,33 8.982,40 Amsterdam AEX 534,24 -2,09 -0,39 536,33 Brüssel BEL-20 3.520,90 -14,25 -0,40 3.535,15 Stockholm SX Gesamt 1.562,36 3,78 0,24 1.558,58 Europa Euro-Stoxx-5 3.182,66 -19,71 -0,62 3.202,37

0

Euro-Stoxx 351,35 -1,22 -0,35 352,57 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA525 2019-02-14/18:31