Heintel Medizintechnik führt Geschäft von Odelga nach Konkurs fort

Wien (APA) - Der Wiener Medizintechnik-Händler Rudolf Heintel übernimmt das Handels- und Servicegeschäft des Wiener Krankenhausausstatters O...

Wien (APA) - Der Wiener Medizintechnik-Händler Rudolf Heintel übernimmt das Handels- und Servicegeschäft des Wiener Krankenhausausstatters Odelga Med, teilte Heintel-Geschäftsführer Markus Pöltenstein am Freitag mit. Odelga war im Herbst 2018 in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert. Die in ein Konkursverfahren umgewandelte Insolvenz war mit Passiva von 40 Mio. Euro eine der größeren Pleiten des Vorjahres.

Wie aus der Aussendung hervorgeht, übernimmt Heintel sämtliche der zuletzt knapp 60 Mitarbeiter von Odelga Med und bündelt die Produktpaletten. Für Heintel, die selber laut WirtschaftsCompass 50 Mitarbeiter haben, ist es quasi ein Jahrhundert-Deal, auch wenn kein Kaufpreis genannt wurde. Die Übernahme erfolgt nämlich just im Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen. Für den ebenfalls traditionsreichen Krankenhausausstatter Odelga geht die Geschichte hingegen nach 140 Jahren zu Ende.

Heintel deckt laut Eigenangaben die Bereiche OP, Anästhesie, Intensivbetreuung, Pflege, Kiefer- und Handchirurgie ab und liefert Spezialprodukte etwa für die Orthopädie. Mit der Übernahme des Odelga-Geschäfts baue man die Divisionen Mobiliar sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgüter aus.

Odelga Med war einst als K&K-Hoflieferant für Spitalsbedarf der österreichisch-ungarischen Monarchie tätig. Besonders im Sterilisationsbereich war die Gesellschaft führender Erzeuger Europas und belieferte zahlreiche Länder in Süd- und Osteuropa sowie den arabischen Raum. Niederlassungen gab es neben Österreich in China, Vietnam und Ecuador.