Zürcher Börse schließt klar im Plus

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag zum vierten Mal in dieser Woche und so deutlich wie nie an den vergangenen T...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag zum vierten Mal in dieser Woche und so deutlich wie nie an den vergangenen Tagen zugelegt. Der Leitindex SMI stieg um 1,09 Prozent auf 9.242,12 Punkte und erreichte ein neues Jahreshoch. Daraus resultierte ein Wochenplus von 2,7 Prozent. Mitverantwortlich für die anhaltende Hausse waren die wie schon am Vortag starken Nestlé, aber auch andere Schwergewichte.

Das anhaltend freundliche Börsenumfeld wurde weiterhin von Nachrichten im Zusammenhang mit dem Handelsdisput zwischen den USA und China dominiert wobei es bei den Gesprächen in Peking offenbar Fortschritte gab. Für zusätzlichen Schub insbesondere für die Banken sorgte zudem die EZB. Diese denkt vor dem Hintergrund der eingetrübten Konjunkturaussichten über erneute Geldspritzen nach. Er könne sich eine Neuauflage der Langfristkredite für Geschäftsbanken vorstellen, sagte EZB-Direktor Benoit Coeure am Freitag in New York.

Nach den Aussagen der EZB waren insbesondere einige Finanzwerte gesucht. Julius Bär (+3,2 Prozent) beendeten die Sitzung als Tagessieger und UBS (+2,0 Prozent) gehörten immerhin zum Spitzentrio. CS (+1,3 Prozent) fielen im breiten Mittelfeld weniger auf, die Aktie machte damit nur einen Teil der Verluste des Vortages im Anschluss an die Jahreszahlen wett.

Im allgemeinen Aufwärtstrend hielten auch Nestlé (+1,2 Prozent) erneut gut mit, nachdem sich der Titel bereits am Vortag dank gut aufgenommener Zahlen stark gezeigt hatte. Die am Donnerstag gegen Handelsende etwas abgebröckelten Gewinne wurden damit zumindest zum Teil wieder aufgeholt. Die am Freitag erschienenen Analysten-Kommentare waren erneut mehrheitlich positiv.

Von den beiden Pharmaschwergewichten zogen Novartis (+1,1 Prozent) deutlicher an als Roche (+0,7 Prozent). Klar überdurchschnittlich waren auch die Avancen von Lonza (+2,3 Prozent), Adecco oder ABB (je +1,7 Prozent).

Auf der Gegenseite büßten S (-1,8 Prozent) und Temenos (-1,5 Prozent) am meisten an Terrain ein. Diese wurden von schlechten Nachrichten aus den USA etwas zurückgebunden. So hat sich der Gewinn des US-Technologiekonzerns Nvidia im vierten Quartal halbiert und auch der weltgrößte Chipanlagenbauer Applied Materials hat mit seinem Umsatzausblick für das zweite Quartal für schlechte Stimmung gesorgt. Marginale Verluste erlitten noch Sika, Givaudan und Vifor Pharma.

Im breiten Markt kletterten Panalpina (+4,8 Prozent) erneut in die Höhe, nachdem die News und Spekulationen um eine Übernahme wieder zugenommen haben. In diesem Übernahmekampf bestätigte der Basler Konzern, ein aufgebessertes, nicht-bindendes Kaufangebot des dänischen Konkurrenten DSV in Höhe von 180 Franken erhalten zu haben, das ein reines Barangebot sei. Bereits am Morgen wurde allerdings bekanntgegeben, dass Panalpina Gespräche mit der kuwaitischen Agility Group über einen möglichen Schulterschluss führe.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA504 2019-02-15/18:38