Präsidentenwahl in Nigeria: Buhari muss um Wiederwahl fürchten

Abuja (APA/dpa/AFP) - In Afrikas bevölkerungsreichstem Land wird ein neuer Präsident gewählt. Nigerias Staatschef Muhammadu Buhari bewirbt s...

Abuja (APA/dpa/AFP) - In Afrikas bevölkerungsreichstem Land wird ein neuer Präsident gewählt. Nigerias Staatschef Muhammadu Buhari bewirbt sich bei der Abstimmung am Samstag um eine weitere Amtszeit. Beobachter erwarten ein Kopf-an-Kopf Rennen mit seinem Herausforderer Atiku Abubakar. Rund 84 Millionen Nigerianer sind wahlberechtigt. Erste Ergebnisse wurden nicht vor Montag erwartet.

Der konservative und asketisch wirkende Buhari (76) verspricht den Wählern, Korruption und radikale Islamisten wie etwa Boko Haram zu bekämpfen. Der eher liberale Unternehmer Abubakar (72) will die Wirtschaft liberalisieren und damit Millionen Arbeitsplätze schaffen. Erstmals sind die Kandidaten der beiden großen Parteien Muslime aus dem Norden des Landes. Die Hälfte der Nigerianer ist Schätzungen zufolge muslimischen Glaubens, fast ebenso viele sind Christen. Der konservative Buhari ist im muslimischen Norden beliebter, Abubakar muss für einen Sieg den eher christlichen Süden gewinnen.

Um das Amt des Staatschefs bewerben sich 72 Kandidaten. Um die Wahl zu gewinnen, braucht ein Kandidat eine absolute Stimmenmehrheit und auch mindestens 25 Prozent der Stimmen in zwei Dritteln der 36 Staaten. Parallel wird ein neues Parlament gewählt. 109 Sitze im Senat und 360 Sitze im Abgeordnetenhaus werden neu vergeben.