Tödlicher Feuerwerksunfall im Innviertel - Prozess am 16. April

Ried im Innkreis (APA) - Nach dem tödlichen Feuerwerksunfall in der Silvesternacht im Innviertel hat das Landesgericht Ried den Prozess-Term...

Ried im Innkreis (APA) - Nach dem tödlichen Feuerwerksunfall in der Silvesternacht im Innviertel hat das Landesgericht Ried den Prozess-Termin gegen den Händler festgesetzt. Der 54-Jährige muss sich am 16. April wegen grob fahrlässiger Tötung verantworten, bestätigte Staatsanwaltschaftssprecher Alois Ebner einen Bericht in den „OÖN“. Der Mann hatte einem 17-Jährigen unerlaubterweise Kugelbomben der Kategorie F4 verkauft.

Der Schüler war beim Zünden einer der Kugelbomben zu Tode gekommen. Nachdem beim ersten Versuch die Bombe nicht in die Luft ging, nahm der Bursch einen zweiten Anlauf. Daraufhin ist diese mit enorm hoher Geschwindigkeit aus der selbst gebauten Abschussvorrichtung in die Höhe geschossen. Der Teenager wurde tödlich am Kopf getroffen.

Nach dem Unfall hatte sich der Verkäufer selbst bei der Polizei gemeldet und ausgesagt, er habe sich von dem 17-Jährigen breitschlagen lassen, ihm sieben Kugelbomben der Kategorie F4 zu verkaufen. Feuerwerkskörper jener Kategorie dürfen nur von Personen mit einem Bescheid der Bezirkshauptmannschaft erworben und nicht an Jugendliche abgegeben werden.

Die Staatsanwaltschaft erhob daher Anklage gegen den Pyrotechniker wegen des Verdachts der grob fahrlässigen Tötung. Bei einer Verurteilung drohen bis zu drei Jahre Haft.

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