Kontrollen wirkten: Weniger Schnellfahrer in Innsbruck

Die gemeinsam organisierten Kontrollen der Stadt und der Polizei zeigen Wirkung. Zahl der Übertretungen sank im Jahr 2018.

Stadträtin Uschi Schwarzl, Markus Widmann (Leiter der Landesverkehrsabteilung, l.) und Reinhard Moser (stv. Stadtpolizeikommandant) vergangenen Sommer bei einer der Kontrollen.
© Daum

Von Marco Witting

Innsbruck –Vor zwei Jahren unterschrieben Stadt Innsbruck und Polizei eine Vereinbarung zu gemeinsam organisierten Geschwindigkeitsüberwachungen. Zwei städtische Mitarbeiter stehen seither in Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizei zur Verfügung, die mit einem mobilen Radargerät an besonders heiklen Stellen Geschwindigkeitsmessungen durchführen und bei Tempoüberschreitungen Anzeigen erstatten. Gestern zog man zum zweiten Mal Bilanz für diese Maßnahme und konnte sinkende Raserzahlen präsentieren.

Besonderer Schwerpunkt der Kontrollen sind Nahbereiche von Schulen, Kindergärten und Seniorenzentren und von Öffi-Haltestellen. „Als wir gestartet sind, lag die Übertretungshäufigkeit bei 5,8 Prozent. Im Jahr 2018 ist dieser Wert auf 5,1 Prozent gesunken“, sagt Markus Widmann, Leiter der Verkehrspolizei in Tirol. Zum Vergleich: Der Landesdurchschnitt liegt bei rund acht Prozent Verkehrsübertretungen. „Das hängt einerseits natürlich mit der Verkehrsdichte zusammen, andererseits scheinen unsere Kontrollen auch einen gewissen Lerneffekt gezeigt zu haben.“ Knapp 70 Prozent der Schnellfahrer fahren bis zu 10 km/h zu schnell. 28 Prozent sind zwischen 11 km/h und 20 km/h zu schnell am Weg. „Massive Überschreitungen sind die absolute Ausnahme“, sagt Widmann.

Die Straßen, an denen die meisten Strafen ausgestellt werden mussten, sind mit 2500 Strafen die Igler Straße und mit je knapp 1500 Strafen die Höhenstraße und der Schusterbergweg. Prozentuel­l wurden daneben auch in der Luigenstraße, in der Josef-Wilberger-Straße, in der Kaufmannstraße, in der Sieberer- und Falkstraße, in der Anzengruber- und in der Philippine-Welser-Straße Überschreitungshäufigkeiten von über zehn Prozent gemessen, wobei hier der Schusterbergweg mit 26 Prozent zu schnell fahrenden Autos deutlich die stärkste Belastung hat. 94 Prozent der Raser in der Stadt sind Österreicher.

Verkehrsstadträtin Uschi Schwarzl und MÜG-Chef Elma­r Rizzoli loben die Zusammenarbeit mit der Polizei. „So können wir innerhalb kurzer Zeit auf Anregungen und Beschwerden der Bürger reagieren.“

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