VW-Chef warnt vor Jobgefahren durch drohende US-Autozölle
Wolfsburg/Washington (APA/Reuters) - VW-Chef Herbert Diess hat vor Jobverlusten wegen der von US-Präsident Donald Trump angedrohten Sonderzö...
Wolfsburg/Washington (APA/Reuters) - VW-Chef Herbert Diess hat vor Jobverlusten wegen der von US-Präsident Donald Trump angedrohten Sonderzölle auf Autoimporte aus der EU gewarnt. „Das wäre schwer zu verdauen. Es könnte uns zwei bis drei Milliarden Euro kosten – im schlimmsten Fall, bei 25 Prozent Zoll“, sagte Diess in einem am Montag veröffentlichten Interview des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Montag).
„Das hätte auch Folgen für die Beschäftigung – eine echte Bedrohung, die wir versuchen, mit allen Kräften zu vermeiden“, sagte der VW-Chef Er sei aber zuversichtlich, dass es nicht so weit komme. „Wir haben Fortschritte erzielt, der Besuch mit den Kollegen anderer Hersteller bei Präsident Trump war gut“, sagte Diess mit Verweis auf das Treffen in Washington im Dezember.
Auch wolle sich VW weiter in den USA engagieren, sagte Diess. „Wir investieren gerade weitere 800 Millionen Dollar ins Werk Chattanooga und kooperieren eng mit den US-Konzernen Ford und Microsoft – nicht aus politischen Gründen, sondern weil wir unsere Marktposition auf diesem wichtigen Markt deutlich ausbauen wollen.“
Von Autozöllen wäre auch die österreichische Exportwirtschaft betroffen, da viele Unternehmen als Zulieferer für deutsche Autokonzerne tätig sind. So sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach seinem Treffen mit US-Präsident Trump am 20. Februar, US-Autozölle würden „in der Sekunde“ Jobs kosten.
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