Rotes Kreuz Imst übt das Bad im Jungbrunnen
Die Jugendgruppe präsentiert sich neu aufgestellt. 40 Prozent mehr Ausfahrten untertags verzeichnet die Rotkreuz-Ortsstelle Imst.
Von Agnes Dorn
Imst – Die beiden Großveranstaltungen des vergangenen Jahres – die Rad-WM sowie das Katastrophenseminar im Ötztal – habe man gleichermaßen mit Erfolg über die Bühne bringen können, zeigten sich die Rotkreuzler bei der Jahreshauptversammlung der Ortsstelle Imst zufrieden. „Aber auch an solchen Tagen vergessen wir unsere üblichen Aufgaben nicht, wie Rettungs- und Fahrdienst, Tafel und so weiter“, zeigte sich der Leiter des Rettungsdienstes im Bezirk, Jürgen Bombardelli, zufrieden mit der Leistung des gesamten Teams.
Bei den Einsatzfahrern besteht indes ein „chronischer Mangel“, zudem ist der Einsatzradius des Rettungsdienstes größer geworden und hat so gemeinsam mit dem immer größer werdenden Mangel an Rufärzten zu einer 40-prozentigen Steigerung an Ausfahrten untertags im Vergleich zu früheren Jahren geführt. Die Zahlen, auf die Ortsstellenleiter Anton Koler verweist, beeindrucken dennoch: Von den insgesamt 307 Mitgliedern der Ortsstelle sind 159 im Rettungs- und im Krankentransport tätig. 85.000 Stunden Dienst wurden insgesamt im Jahr 2018 geleistet, davon mehr als 26.700 wiederum im Rettungsdienst und Krankentransport.
Auch ausbildungstechnisch zeigten sich die großteils ehrenamtlichen Mitarbeiter äußerst fleißig und absolvierten insgesamt 1737 Stunden in ihre Weiterbildung.
Für die Bevölkerung wurden allein 170 Stunden Kurse für Erste Hilfe angeboten. Besonders erfreulich war es für die erst kürzlich gewählten Ausschussmitglieder, dass auch für die Jugendgruppe ein neues Team zusammengestellt werden konnte und der neue Jugendreferent Manuel Flür sowohl für die Silber- als auch für die Bronzegruppe jeweils zwei Betreuer finden konnte, die bei den wöchentlichen Treffen die insgesamt zehn Jugendlichen auf den nächsten Landesjugendbewerb in Seefeld vom 21. bis zum 23. Juni vorbereiten. „Die Jugendgruppe ist nach den Zivildienern die größte Personalrekrutierungsquelle des Roten Kreuzes“, freute sich auch Koler über den Neustart. Für dieses Jahr stehen außerdem die Sanierung des Hobbyraums und eine Klimatisierung der Nachtdienstschlafzimmer auf dem außertourlichen Programm der Ortsstelle.