Deutsche Regierung prüft Rückforderungsansprüche gegen Airbus
Berlin/Toulouse (APA/dpa) - Die deutsche Regierung prüft angesichts des angekündigten Produktionsstopps für das Großraumflugzeug A380 möglic...
Berlin/Toulouse (APA/dpa) - Die deutsche Regierung prüft angesichts des angekündigten Produktionsstopps für das Großraumflugzeug A380 mögliche Rückforderungen gegen Airbus. Die Auswirkungen würden nun analysiert und gemeinsam mit dem Unternehmen erörtert, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Montag in Berlin. Über etwaige weitere Rückforderungsansprüche könnten noch keine Auskünfte gegeben werden.
Das Ministerium bekräftigte, dass ein seinerzeit für die Entwicklung des A380 gewährtes Darlehen von 942 Mio. Euro bisher zu rund einem Drittel zurückgezahlt wurde. Darüber berichteten auch die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Die Rückzahlungen des Kredits erfolgten laufend - gekoppelt an die Auslieferung des A380.
Der europäische Flugzeugbauer Airbus hatte Mitte Februar angekündigt, die Produktion des Riesenjets mangels Nachfrage einzustellen. Die letzte Auslieferung ist für 2021 geplant. Das Ende des A380 betrifft auch die Steuerzahler. In die Entwicklung flossen öffentliche Gelder vor allem aus Frankreich, Deutschland und Spanien. Airbus hatte betont, dass das Projekt A380 nicht beendet sei - schließlich wolle man die vorhandene Flotte weiterhin unterstützen.
~ ISIN NL0000235190 WEB http://www.airbus-group.com ~ APA300 2019-03-04/14:11