EU verlängert Sanktionen gegen ukrainischen Ex-Präsidenten

Brüssel/Moskau/Kiew (APA/dpa) - Die EU hat die Vermögenssperren gegen den ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und ihm na...

Brüssel/Moskau/Kiew (APA/dpa) - Die EU hat die Vermögenssperren gegen den ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und ihm nahestehende Politiker und Geschäftsleute um ein weiteres Jahr verlängert. Die zwölf Betroffenen sollen damit auch in den nächsten zwölf Monaten nicht auf ihre Konten oder Immobilien in der EU zugreifen können, wie die Vertretung der Mitgliedstaaten in Brüssel am Montag mitteilte.

Angaben aus EU-Kreisen zufolge geht es zum Teil um hohe Millionenbeträge. Grund für die Strafmaßnahmen sind Anhaltspunkte, dass Janukowitsch und die anderen Personen öffentliche Gelder veruntreut oder ihre Ämter missbraucht haben. Der russlandfreundliche Präsident wurde im Februar 2014 im Zuge von Protesten gestürzt und floh in Richtung Moskau.

Nicht mehr auf der Sanktionsliste steht Janukowitschs früherer Verwaltungschef Andrej Kljujew. Vorwürfe gegen ihn konnten offensichtlich entkräftet werden.

Im Zuge des Bürgerkriegs im Osten der Ukraine verhängte EU-Sanktionen gegen Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin und prorussische Separatisten sollen nach Angaben von EU-Diplomaten in den nächsten Tagen verlängert werden. Sie würden sonst am 15. März auslaufen.