Karfreitag - Kirchlicher 2 - Bischofsschelte für Guggenberger

Wien/Klagenfurt (APA) - Die Bischofskonferenz kritisiert die angekündigte Teilnahme des Klagenfurter Diözesanadministrators Engelbert Guggen...

Wien/Klagenfurt (APA) - Die Bischofskonferenz kritisiert die angekündigte Teilnahme des Klagenfurter Diözesanadministrators Engelbert Guggenberger beim Protest am politischen Aschermittwoch der ÖVP gegen die Karfreitags-Regelung. Man akzeptiere das im Parlament beschlossene Gesetz, hieß es am Montag in einer Aussendung. Demonstrationen wie die in Kärnten angekündigte entsprächen nicht der Position der Bischöfe.

Gleichzeitig erinnerte der Presseverantwortliche der Bischofskonferenz, Paul Wuthe, gegenüber „Kathpress“, dass die Bischofskonferenz in der Debatte seit Bekanntwerden des Urteils des Europäischen Gerichtshofes immer dafür eingetreten sei, dass der Karfreitag für Evangelische, Methodisten und Altkatholiken als Feiertag zu erhalten sei.

Der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker habe unmittelbar nach den Verhandlungen das Ergebnis als „positive Lösung mit einem Wermutstropfen“ bezeichnet, betonte Wuthe. Nur aufgrund dieser überwiegend positiven Reaktion von Bischof Bünker habe dann auch der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, die neue Lösung begrüßt und als „akzeptabel“ bezeichnet.

Dass Evangelische, Methodisten und Altkatholiken gegenüber der früheren Gesetzeslage etwas verloren haben, ist laut Wuthe „sehr bedauerlich“. Die Linie der Bischofskonferenz sei aber immer klar gewesen: Diese Gemeinschaften sollten den Karfreitag als Feiertag weiter behalten können.