Bulgarien besteht auf Transit vom russischen Gas nach Europa
Sofia (APA) - „Wir werden uns am europäischen Gastransit beteiligen, weil es sich so gehört“, hat der bulgarische Ministerpräsident Bojko Bo...
Sofia (APA) - „Wir werden uns am europäischen Gastransit beteiligen, weil es sich so gehört“, hat der bulgarische Ministerpräsident Bojko Borissow nach seinem Vier-Augen-Gespräch mit dem russischen Regierungschef Dmitrij Medwedew in Sofia erklärt.
Für Moskau sei es wichtig, von der EU rechtliche Garantien für die Abzweigung der russisch-türkischen Pipeline Turkish Stream durch Bulgarien nach Österreich zu bekommen.
Für die bulgarische Regierung bestehen keine rechtlichen Unterschiede zwischen Turkish Stream und der Ostseepipeline, betonte Borissow und deutete so auf den eventuellen Widerstand aus Brüssel. Daran scheiterte 2014 die Erdgasleitung South Stream, was für Spannungen zwischen Sofia und Moskau gesorgt hatte.
Russlands Ministerpräsident Medwedew erklärte zudem in Sofia, der russische Staatskonzern Rossatom sei bereit, in das mehrmals gestoppte und wieder aufgenommene Projekt eines zweiten Atomkraftwerks bei Belene zu investieren. „Wir haben große Erfahrung bei solchen Projekten“, betonte Medwedew.