Start-ups stemmen sich gegen Finanz- und Zeitdruck

Junge, innovative Unternehmer der Region rücken durch die IZI-Plattform näher zusammen, um gemeinsam von Erfahrungen zu profitieren.

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Am Podium gaben Martin Jehard, Ceyenne Härzer, Carina Pohl, Martin Fritz, Berni Steiner und Florian Ablinger (v. l.) Antworten auf die Fragen der Moderatoren Florian Grüner und Marco Pfefferle.
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Von Thomas Ploder

Imst –Bei einem Infoabend im Raiffeisensaal Imst zog das Innovations- und Impulszentrum Bezirk Imst (IZI) Bilanz über die bisherige Entwicklung. „Wir hoffen, dass der derzeit laufende Förderantrag bewilligt wird“, betonte Obmann Martin Wegscheider, um den erfolgreichen Weg fortsetzen zu können.

Durch die bereitgestellte Infrastruktur und den direkten Kontakt zwischen Schülern, Jungunternehmern und erfahrenen Experten will das IZI auch zukünftig innovative Ideen und Start-ups unterstützen.

In einer Podiumsdiskussion beleuchteten unter anderem die Preisträger des Ideenwettbewerbs des Vorjahres die Erfolgsfaktoren und Hindernisse bei der Umsetzung ihrer Visionen. Als wesentliche Faktoren wurden mangelnde personelle und finanzielle Ressourcen ebenso genannt wie das unverzichtbare Durchhaltevermögen und die nötige Selbstkritik in Bezug auf die Umsetzbarkeit des Vorhabens. „Zeit ist Geld, Geld haben wir nicht und da liegt das Problem von Start-ups“, erklärte ETA-Grow-Chef Florian Ablinger, „man darf sich aber trotz Zeit- und Gelddrucks nicht in die Enge treiben lassen.“

Die Motive, neues Terrain zu beschreiten, erwiesen sich als vielfältig. „Es musste etwas Besseres her“, formulierte beispielsweise Berni Steiner, Gründer von Pictury.at, den bestehenden Innovationsdruck in seinem Geschäftsfeld. Allerdings steht nicht immer der wirtschaftliche Erfolg im Vordergrund. Das Schülerprojekt „Wir mit dir“ setzt auf eine ehrenamtliche Verbesserung des gesellschaftlichen Miteinanders, Martin Fritz will durch Arbeitsplätze für Benachteiligte die Produktion seiner Infra Chairs zum „sozialen Projekt“ wachsen lassen. Die Geschäftsmodelle von ETA-Grow und Organoid bauen überwiegend auf Naturnähe und Energieeffizienz als maßgebliche Zukunftsfaktoren auf, wie die Gründer übereinstimmend betonen.

Während die Preisträger des Vorjahres an der Umsetzung der vorgestellten Ideen arbeiten, darf man bereits die Juryentscheidung des diesjährigen Ideenwettbewerbs erwarten. Dabei werden die Sieger wieder in drei Kategorien gekürt, welche IZI wieder bei der Realisierung ihrer Innovationen begleiten und unterstützen will.


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