Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

Tokio (APA) - Asiens wichtigste Börsen haben am Dienstag keine gemeinsame Richtung gefunden. An Chinas Festlandsbörsen drängte die Ankündigu...

Tokio (APA) - Asiens wichtigste Börsen haben am Dienstag keine gemeinsame Richtung gefunden. An Chinas Festlandsbörsen drängte die Ankündigung von Steuersenkungen sowie höheren Infrastrukturausgaben und Erleichterungen bei Unternehmenskrediten enttäuschende Konjunkturnachrichten in den Hintergrund, so dass die Aktienkurse moderat stiegen.

Dagegen trat Hongkong auf der Stelle, und die Notierungen in Japan gaben etwas nach. Zu Wochenbeginn war es dank positiver Nachrichten zum amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt noch durch die Bank bergauf gegangen.

Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor am Sitzungsende 0,44 Prozent auf 21.726,28 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann marginal um 0,01 Prozent auf 28.961,60 Einheiten. Der Shanghai Composite stieg deutlicher um 0,88 Prozent auf 3.054,25 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich uneinheitlich. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 36.393,02 Zählern mit plus 0,91 Prozent fester. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 0,33 Prozent und schloss bei 6.281,40 Einheiten.

Analyst David Madden von CMC Markets verwies darauf, dass der vom Wirtschaftsmagazin Caixin ermittelte Index zur Stimmung im chinesischen Dienstleistungssektor im Februar schwächer als erwartet ausgefallen ist. Zudem bleibe das für 2019 angekündigte Wirtschaftswachstum mit 6,0 bis 6,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Um der sich abkühlenden Konjunktur unter die Arme zu greifen, habe die Regierung in Peking die genannten Maßnahmen angekündigt.

Die Senkung des chinesischen Wachstumsziels sei zwar bereits erwartet worden, ergänzte Portfolio-Managers Thomas Altmann von QC Partners. „Es zeigt dennoch eindrucksvoll, wie kritisch es aktuell um die Weltwirtschaft bestellt ist.“ Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt werde zwar weiter wachsen, „als Lokomotive der Weltwirtschaft wird China künftig aber deutlich weniger Waggons ziehen können“.

Im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat der chinesische Handelsminister Zhong Shan die Hoffnung auf eine rasche Lösung gedämpft. Die Unterhändler hätten immer noch „sehr viel zu tun“, sagte Zhong. Beim Washington-Besuch des chinesischen Chefunterhändlers Liu He seien die Verhandlungen „sehr schwierig und anstrengend“ gewesen.