Wiener Gesundheitsverbund - FPÖ beklagt „Etikettenschwindel“
Wien (APA) - Dass der Wiener Krankenanstaltenverbund einen neuen Namen erhält und künftig als „Gesundheitsverbund“ firmiert, sorgt bei der W...
Wien (APA) - Dass der Wiener Krankenanstaltenverbund einen neuen Namen erhält und künftig als „Gesundheitsverbund“ firmiert, sorgt bei der Wiener Opposition für eher verhaltenen Applaus. Die FPÖ ortete etwa einen „Etikettenschwindel“ - schließlich habe die SPÖ die Marke KAV irreparabel beschädigt und jedes Vertrauen in sie nachhaltig vernichtet, wie der blaue Gesundheitssprecher Wolfgang Seidl befand.
Dass die KAV-Baustellen nun unter neuem Namen „weiterwurschteln“ würden, sei eine Sache - wie es dazu gekommen ist, eine andere, sagte Seidl in einer Aussendung. Die wichtigste Information fehle nämlich noch: „Die Bürger würde vielmehr interessieren, welche Rechtsform es denn am Ende des Prozesses denn wird.“ Wichtig wäre auch zu wissen, ob die Führungskräfte neu ausgeschrieben oder wieder durch „Ankündigung“ verlautbart werden - oder ob gar die derzeitige Führung weiterwerken dürfe.
ÖVP-Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec sprach von einer „Kindstaufe vor der Geburt“. „Rot-Grün zäumt das Pferd einmal mehr von hinten auf. Bevor notwendige und wichtige Details zur Neuorganisation und Ausgliederung des KAV bekannt werden, wird die Umbenennung präsentiert“, kritisierte sie in einer Pressemitteilung.
NEOS-Gesundheitssprecher Stefan Gara zeigte sich immerhin vorsichtig optimistisch: „Die Umstrukturierung des Wiener Krankenanstaltenverbundes, die heute in Grundzügen präsentiert wurde, entspricht in den Eckpunkten den NEOS-Forderungen.“ Personal- und Finanzhoheit sowie neue Führungsstruktur mit Aufsichtsrat und Geschäftsführung sind sinnvolle Maßnahmen. Neue Namen alleine würden hingegen die Probleme des KAV nicht lösen, zeigte er sich überzeugt.