Europas Leitbörsen schließen mehrheitlich höher
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag mehrheitlich mit Kursgewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag mehrheitlich mit Kursgewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 gewann um 10,07 Einheiten oder 0,30 Prozent auf 3.327,19 Zähler.
Nach weitgehend schwächerem Verlauf drehten einige Indizes im späten Handel noch leicht nach oben. Für Verunsicherung unter den Anlegern sorgten vor allem aktuelle China-Nachrichten: So hatte angesichts des Handelskrieges mit den USA und der hohen Verschuldung Regierungschef Li Keqiang zum Auftakt der Jahrestagung des Volkskongresses das niedrigste Wachstumsziel seit fast drei Jahrzehnten vorgegeben.
Zudem hat im Handelskonflikt zwischen den USA und China der chinesische Handelsminister Zhong Shan die Hoffnung auf eine rasche Lösung gedämpft.
Am Nachmittag rückten aktuelle US-Wirtschaftsdaten in den Fokus: Die Stimmung der Dienstleister in den USA hat sich im Februar überraschend deutlich aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) stieg um 3,0 Punkte auf 59,7 Zähler. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf 57,4 Punkte gerechnet.
Zu den Aktien im Blickpunkt zählten Vodafone, die in London um knapp zwei Prozent anzogen. Die Briten wollen sich zur Teilfinanzierung einer Übernahme über eine Pflichtwandelanleihe vier Milliarden Euro am Kapitalmarkt besorgen. Um die Papiere nach Ablauf ihrer Laufzeit in Aktien umzuwandeln, erwägt der Konzern den Rückkauf von eigenen Anteilen. So könnte die Anzahl der neuen Aktien, die am Ende der Wandelanleihen-Laufzeit ausgegeben werden müssen, begrenzt werden, teilte das Unternehmen mit.
Die Aktien der Autobauer und -zulieferer wurden von den neuen chinesischen Wachstumszielen belastet. Börsianer verwiesen auf die hohe Abhängigkeit vieler Autobauer vom Wachstum auf diesem Absatzmarkt. Gleichzeitig gebe es jedoch Hoffnung auf politische Unterstützung: „Weitere fiskalpolitische Anreize sind wahrscheinlich“, hieß es hierzu von der UBS.
Ein Magazinbericht über den Verdacht auf Geldwäsche bei niederländischen Banken hat die Aktien von ABN Amro und ING belastet. ABN rutschten um 1,3 Prozent ab, ING um 3,3 Prozent. Händler verwiesen auf einen Bericht des Magazins „De Groene Amsterdammer“, demzufolge verdächtige Gelder in Milliardenhöhe über eine russische Bank geflossen sein sollen.
Hingegen zogen AB Inbev um 1,4 Prozent an. Marktbeobachter verwiesen hier auf eine Kurszielerhöhung seitens der Deutsche-Bank-Analysten.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA450 2019-03-05/18:14