Amnesty: Ägyptische Menschenrechtsaktivisten Ziel von Cyberangriffen
London/Kairo (APA/AFP) - Dutzende ägyptische Menschenrechtsaktivisten sind nach Angaben von Amnesty International Ziel von Cyberangriffen ge...
London/Kairo (APA/AFP) - Dutzende ägyptische Menschenrechtsaktivisten sind nach Angaben von Amnesty International Ziel von Cyberangriffen geworden. Die Aktivisten seien in diesem Jahr Phishing-Attacken ausgesetzt gewesen, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch.
Dahinter würden vermutlich die ägyptischen Behörden stehen: Es handle sich offenbar um Teil einer Kampagne der Regierung von Staatschef Abdel Fattah al-Sisi, um Kritiker „einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen“.
Die Cyberattacken hätten die Menschenrechtsaktivisten in „große Gefahr“ gebracht, erklärte Amnesty. Eine Zunahme der Cyberangriffe mit Phishing-Mails habe es vor dem achten Jahrestag des Aufstands gegen den damaligen Präsidenten Hosni Mubarak Ende Jänner und während eines Besuchs von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron gegeben. Macron hatte am 29. Jänner bei einer Ägypten-Reise Menschenrechtsaktivisten von vier Organisationen getroffen.
Amnesty und andere Menschenrechtsgruppen werfen al-Sisi immer wieder vor, gegen Kritiker und Oppositionelle vorzugehen.