Wiener Aktienmarkt vorbörslich knapp behauptet erwartet

Wien (APA) - Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Mittwoch mit knapp behaupteter Tendenz. Zu Handelsbeginn ...

Wien (APA) - Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Mittwoch mit knapp behaupteter Tendenz. Zu Handelsbeginn dürfte der ATX nach Händlerschätzungen rund vier Punkte unter dem Schluss-Stand vom Dienstag (3.046,07) liegen. Im weiteren Tagesverlauf sehen Marktteilnehmer den ATX in einer Bandbreite zwischen 3.020,00 und 3.050,00 Einheiten. Der APA-Konsensus, die ATX-Prognose wichtiger Banken, geht von einem ATX-Schluss bei 3.035,00 Punkten aus.

Das europäische Marktumfeld wird zur Eröffnung wenig bewegt erwartet. Aus dem Handelsstreit zwischen den USA und China, einem der bestimmenden Thema an den Börsen, gab es zunächst keine Neuigkeiten und in Europa standen keine entscheidenden Konjunkturdaten auf dem Programm. Am Nachmittag könnte der ADP-Beschäftigungsreport aus den USA für Impulse sorgen, bevor die US-Notenbank Fed am Abend ihren Konjunkturbericht vorlegen wird.

Bei den Einzelwerten dürften an der Wiener Börse die Aktien von Andritz in den Fokus der Anleger rücken. Der steirische Technologiekonzern hat vorbörslich Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vorgelegt und musste 2018 einen noch etwas stärkeren Gewinnrückgang hinnehmen als von Analysten erwartet. Das Nettoergebnis sank um 15,6 Prozent auf 222 Mio. Euro, nach 263 Mio. Euro 2017. Dafür erreichte der Ordereingang mit +19 Prozent auf 6,65 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert, und der Auftragsstand kletterte um elf Prozent auf 7,08 Mrd. Euro. Negativ belastet war die Ergebnisentwicklung laut Andritz durch Rückstellungen von gut 20 Mio. Euro für „kapazitive Restrukturierungsmaßnahmen“ in den Bereichen Metals Forming und Hydro. Am Dienstag schloss der Andritz-Kurs um 0,68 Prozent höher auf 44,60 Euro.

Mit satten Abschlägen waren am Vortag die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) aus dem Handel gegangen. Zu Wochenbeginn war bekannt geworden, dass die Bank ihre Geschäftsbeziehungen zur litauischen Ukio Bankas prüft, gegen die Geldwäsche-Vorwürfe erhoben wurden. Die RBI-Papiere schlossen mit einem Minus von 12,31 Prozent bei 19,55 Euro und damit als schwächster Wert im ATX.

Im breiter gefassten ATX Prime hatten die Aktien von Zumtobel noch stärker um 12,41 Prozent auf 6,99 Euro nachgegeben. Der Verlust des Beleuchtungsunternehmens hat sich im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 von 9,3 Mio. auf 14,8 Mio. ausgeweitet. Als Gründe für den Rückgang nannte das Unternehmen unter anderem einen intensiven Preiswettbewerb in der Beleuchtungsindustrie sowie deutlich geringere Umsätze im wichtigsten Absatzmarkt Großbritannien.

Etwas schwächer tendierten gestern die Titel des Faserherstellers Lenzing. Nach starken Gewinnen zum Wochenauftakt schlossen sie um 0,43 Prozent im Minus bei 93,15 Euro. Der Faserhersteller hat beschlossen, für 2018 wie im Vorjahr eine Dividende von 3,00 Euro sowie eine Sonderdividende von 2,00 Euro vorzuschlagen.

Am Dienstag hatte der ATX um 0,70 Prozent schwächer bei 3.046,07 Punkten geschlossen.

Die größten Kursgewinner im prime market am Dienstag:

~ Schoeller-Bleckmann +2,56% 72,10 Euro Telekom Austria +2,47% 6,64 Euro Strabag +2,28% 31,45 Euro ~ Die größten Kursverlierer im prime market am Dienstag:

~ Zumtobel -12,41% 6,99 Euro Raiffeisen Bank International -12,31% 19,55 Euro Rosenbauer -2,90% 43,50 Euro ~

~ ISIN AT0000999982 ~ APA084 2019-03-06/08:47