Wiener Börse (Eröffnung) - ATX am Vormittag mit Verlusten
Wien (APA) - Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im Frühhandel schwächer präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 3.038,28 Punkten na...
Wien (APA) - Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im Frühhandel schwächer präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 3.038,28 Punkten nach 3.046,07 Einheiten am Dienstag errechnet, das ist ein Minus von 7,79 Punkten bzw. 0,26 Prozent.
Die Wiener Börse folgte damit dem allgemein tieferen Eröffnungstrend in Europa. Positive Impulse durch Konjunkturdaten oder politische Entwicklungen in den marktrelevanten Themen wie dem Handelsstreit zwischen den USA und China oder dem Ringen um einen Austritt Großbritanniens aus der EU blieben weitgehend aus. Erst am Nachmittag könnten aus den USA marktbewegende Konjunkturdaten folgen. Im heimischen Aktienhandel rückten damit eine Zahlenvorlage und Analystenkommentare in den Mittelpunkt.
Obwohl Andritz 2018 einen noch etwas stärkeren Gewinnrückgang hinnehmen musste als von Analysten erwartet, gehörte der Kurs des steirischen Technologiekonzerns zu den größten Gewinnern. Die Andritz-Papiere legten um 0,85 Prozent auf 44,98 Euro zu. Das Nettoergebnis war 2018 um 15,6 Prozent auf 222 Mio. Euro gesunken. Dafür erreichte der Auftragseingang mit plus 19 Prozent auf 6,65 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert, und der Auftragsstand kletterte um elf Prozent auf 7,08 Mrd. Euro.
Die Wertpapierspezialisten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihr Kursziel für die Aktie des Flughafen Wiens von 38,00 auf 40,00 Euro nach oben revidiert. Die Kaufempfehlung „Buy“ wurde bestätigt. Das höhere Kursziel wurde mit angehobenen Prognosen begründet. Das Momentum jüngster Kurstreiber wie starkes Wachstum der Passagierzahlen, beträchtliche Margenverbesserungen und eine deutliche Reduktion der Nettoverschuldung könnte in den kommenden Quartalen aber ihren Höhepunkt erreichen, hieß es in der Studie. Dennoch werde noch ein leichtes Kurspotenzial für die Aktie gesehen. Am Vormittag reagierten die Aktien des Flughafenbetreibers nicht mit einer Kursveränderung und standen unverändert bei 35,70 Euro.
Ihren negativen Trend vom Vortag setzten in etwas abgeschwächter Form die Anteilsscheine von Zumtobel fort. Nach einem Tagesverlust von 12,41 Prozent am Dienstag tendierten die Papiere des Vorarlberger Leuchtenkonzerns am Mittwochvormittag mit einem Abschlag von 2,07 Prozent auf 6,85 Euro. Wie gestern bekannt wurde, hat sich der Nettoverlust des Beleuchtungsunternehmens im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 von 9,3 Mio. auf 14,8 Mio. ausgeweitet. Als Gründe für den Rückgang nannte das Unternehmen unter anderem einen intensiven Preiswettbewerb in der Beleuchtungsindustrie sowie deutlich geringere Umsätze im wichtigsten Absatzmarkt Großbritannien.
Die Aktien von Strabag rutschten ans untere Ende der Kurstafel und verbilligten sich um 3,66 Prozent auf 30,30 Euro. Am Vortag hatten sie noch unter den besten Werten im prime market mit einem deutlich Aufschlag geschlossen und waren auch fester in den Handel gestartet.
Der ATX Prime notierte bei 1.533,42 Zählern und damit um 0,28 Prozent oder 4,25 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zehn Titel mit höheren Kursen, 21 mit tieferen und zwei unverändert. In vier Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 684.488 (Vortag: 452.540) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 14,38 (10,10) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.
~ ISIN AT0000999982 ~ APA127 2019-03-06/10:15