“Prima la Musica“: Nachwuchs erspielte sich Preisregen
Die Landesmusikschule Reutte-Außerfern schickte die meisten Teilnehmer zu „Prima la Musica“ nach Meran.
Von Simone Tschol
Reutte, Meran –Es war ein bombastischer Auftritt, den die Außerferner Abordnung beim diesjährigen grenzüberschreitenden Musikwettbewerb „Prima la Musica“ in Meran hinlegte. Und das gleich in mehrerlei Hinsicht.
Da wäre zum einen die Teilnehmerzahl. Die Landesmusikschule Reutte-Außerfern brachte nämlich heuer in Südtirol mit 55 Musikerinnen und Musikern die weitaus größte Zahl an Nachwuchstalenten auf die Bühne. Als nächstgrößere Delegation scheint jene der Musikschule der Stadt Innsbruck mit 42 Teilnehmern auf. Das macht schon ein wenig stolz“, meint Musikschuldirektor Tobias Lämmle und fügt hinzu: „Immerhin waren 54 Ausbildungsinstitute aus Nord-, Ost- und Südtirol bei dem Wettbewerb in Meran vertreten.“
„Prima la Musica“ war aber nicht nur ein Erfolg, was die Quantität betrifft, sondern einmal mehr auch, was die Qualität angeht. „Wir nutzen den Musikwettbewerb jedes Jahr, um unsere Schülerinnen und Schüler sehr intensiv auf dieses Ziel vorzubereiten“, erklärt Direktor Tobias Lämmle im Gespräch mit der TT.
Dabei dürfte das Wort intensiv die Monate vor dem großen Auftritt nur bedingt beschreiben. Getreu dem Sprichwort „Von nix kommt nix“ opferten Schüler wie Lehrer Ferientage und Wochenenden und legten Unmengen von Zusatzstunden ein. „Das ist alles keine Selbstverständlichkeit. Da steckt extremes Engagement dahinter“, meint Lämmle. Er sieht im Musikwettbewerb eine ganz besondere Gelegenheit: „Die Entwicklung, die Schüler in diesen vier Vorbereitungsmonaten machen, ist enorm. Der Motivationsschub ist unglaublich. Sie spielen sich auf ein völlig neues Niveau hinauf und schaffen es, ihr Können auf den Punkt genau abzurufen. Vor einer Jury auf diesem Level zu bestehen, ist etwas ganz Besonderes.“ Wer sich über die Jahre immer wieder dieser Herausforderung stelle, stoße in eine andere Liga vor. Gleich neun Jugendliche aus dem Außerfern haben in den letzten Tagen die internationale Jury so beeindruckt, dass sie sich für die Teilnahme am Bundeswettbewerb qualifizieren konnten. Dieser findet von 25. Mai bis 2. Juni in Klagenfurt statt.
Da manche der Außerferner Talente sogar doppelt antraten, weist das Endergebnis 61 Teilnehmer aus dem Bezirk Reutte in 32 Wertungen auf. Und die Ausbeute an Preisen und Auszeichnungen kann sich sehen lassen. So brachten die Teilnehmer 13 erste Preise mit Auszeichnung oder Bundeswettbewerb, davon sogar zwei Landessieger-Bundeswettbewerb, 13 erste Preise, 5 zweite Preise und einen dritter Preis mit nach Hause.
Die Detailergebnisse sind online unter www.tmsw.at im Internet zu finden.
Losgelöst von jeglichem Leistungsdruck gaben die Nachwuchsmusiker beim traditionellen Preisträgerkonzert im Lina-Thyll-Saal der Landesmusikschule Reutte eine Kostprobe ihres Könnens.