Grünen-Chefin hielt am Politischen Aschermittwoch Plädoyer für Europa

Landshut (APA/dpa) - Die Chefin der deutschen Grünen, Annalena Baerbock, hat beim Politischen Aschermittwoch ihrer Partei im Vorfeld der EU-...

Landshut (APA/dpa) - Die Chefin der deutschen Grünen, Annalena Baerbock, hat beim Politischen Aschermittwoch ihrer Partei im Vorfeld der EU-Wahl Ende Mai ein flammendes Plädoyer für den Zusammenhalt in Europa gehalten. „Es geht um 70 Jahre Frieden“, sagte sie in Landshut. „Um das Versprechen: nie wieder Krieg in Europa.“ Europa sei das beste Beispiel dafür, „dass man Frieden lernen kann“.

Baerbock sagte, 508 Millionen Menschen seien ein Grund, zu streiten und zu kämpfen. „Europa ist 508 Millionen Mal besser als kein Europa.“ Die europäische Idee müsse wieder mit Leben gefüllt werden.

Die Spitzenkandidatin der Grünen bei der EU-Wahl in Bayern, Henrike Hahn, warf der CSU in Landshut Scheinheiligkeit in der Klima- und Umweltpolitik vor. „Die CSU ergrünt, ohne zu erröten“, sagte sie. „Er will jetzt alles grüner machen“, fügte die Chefin der bayerischen Landtags-Grünen, Katharina Schulze, über Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hinzu. „Ich warte ja nur darauf, dass er irgendwann pressewirksam in Latzhose, Jesuslatschen und mit Jutebeutel in die Staatskanzlei marschiert.“ Im Landtags-Wahlkampf sei die CSU nach rechts gerückt, vor der Europawahl wolle sie sich pro-europäisch präsentieren. Das passe nicht zusammen.

Die Grünen präsentierten sich am Aschermittwoch betont als pro-europäische Partei und vor allem auch als Frauenpartei. Dafür gaben sie für die Veranstaltung den Hashtag #Frauenpower an. Hahn schickte einen Extragruß in die Dreiländerhalle, wo die CSU ihren Politischen Aschermittwoch abhielt: „Liebe Frauen da drüben in Passau bei der Männerpartei CSU“, sagte sie. „Da wo alle Frauen minus eins heute nichts sagen dürfen. Solidarische, feministische Grüße an Euch.“ Bei der CSU stand auf der Rednerliste lediglich eine Frau.