Europas Leitbörsen zur Eröffnung überwiegend schwächer
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Frühhandel überwiegend etwas schwächer tendiert. Der Euro-Sto...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Frühhandel überwiegend etwas schwächer tendiert. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.30 Uhr mit minus 0,33 Prozent bei 3.313,83 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel 0,40 Prozent auf 11.541,35 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,46 Prozent auf 7.163,23 Punkte.
Nach überwiegend negativen Vorgaben der Märkte in Übersee starteten auch die europäischen Börsen mehrheitlich mit Kursverlusten in die Sitzung. Belastend wirkten vor allem Sorgen um die Wirtschaft in den USA. Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend eine Abschwächung der Konjunktur in der weltgrößten Volkswirtschaft impliziert.
In zehn von zwölf Notenbankdistrikten habe die wirtschaftliche Aktivität nur noch „geringfügig bis moderat“ zugelegt, hieß es im entsprechenden Konjunkturbericht, dem „Beige Book“. In ihrem letzten Konjunkturbericht hatte die Fed noch von einem „mäßigen bis moderaten“ Wachstum gesprochen.
Ein Analyst verwies auf Gewinnmitnahmen nach der guten Entwicklung in den vergangenen Wochen. Zudem stehen viele wichtige Ereignisse im Blick, so etwa das EZB-Treffen an diesem Tag mit möglichen Aussagen des Notenbankpräsidenten Mario Draghi zur Geldpolitik in der Eurozone. In Sachen Brexit gibt es weiterhin kein echtes Vorwärtskommen und über den Handelsstreit zwischen den USA und China fehlt es an impulsgebenden Neuigkeiten.
Unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 zählten die deutschen Autobauer zu den größeren Verlierern. So büßten Daimler gut zwei Prozent an Wert ein und BMW rutschten um 1,3 Prozent ins Minus. VW Vorzüge notierten gut ein Prozent tiefer.
Begründet wurden die Abschläge einerseits mit Abstufungen durch das Bankhaus Lampe. Die Experten senkten das Votum für Daimler auf „Halten“ und für BMW auf „Verkaufen“. Ein Händler verwies zudem auf den Kurseinbruch des japanischen Chip-Herstellers für die Autoindustrie Renesas.
Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental will die Aktionäre nach einem schwachen Jahr mit einer höheren Dividende bei der Stange halten. Die Ausschüttung soll je Aktie um 25 Cent auf 4,75 Euro steigen, wie der DAX-Konzern mitteilte. Analysten hatten eine stabile Dividende erwartet. Die Aktien verbesserten sich im Frühhandel leicht um 0,3 Prozent.
In Zürich zeigten sich die Aktien von LafargeHolcim 0,2 Prozent befestigt. Der Baustoffkonzern hat seine Ziele im vergangenen Jahr erreicht. Der Umsatz stieg dank einer höheren Nachfrage nach Zement und Transportbeton um 1,6 Prozent auf rund 27,5 Mrd. Schweizer Franken.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA111 2019-03-07/09:42