Einmal Ja und einmal Nein zu Kreditanfragen in Sautens
Mit gut 1,2 Millionen für den Umbau blieb die Feuerwehr in Sautens im geschätzten Kostenrahmen.
Von Agnes Dorn
Sautens – Dass der Um- und Neubau des Feuerwehrhauses die ursprünglich budgetierten Kosten von einer Million Euro übersteigen wird, war bereits absehbar, als die Angebote eingeholt worden waren. Doch die Ende 2014 prognostizierten 1,2 Millionen Euro hielten der Schätzung stand. In Zeiten der Hochkonjunktur am Bau ein erstaunliches Ergebnis. Das freut auch GV Thomas Holzknecht vom Überprüfungsausschuss: „Der momentane Stand ist 1,185.000 Euro brutto, obwohl es zunächst nach viel höheren Kosten ausgeschaut hat.“
Einer Aufnahme eines weiteren Kredits in der Höhe von 200.000 Euro stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Anders bei der vom Dorfchef Manfred Köll angeforderten Kreditzusage über 150.000 Euro für den Umbau der Balbach-Alm: Diese schmetterte der Gemeinderat mit sechs zu sechs Stimmen bei einer Enthaltung ab.
„Die Betriebsanlagengenehmigung hat ein Vermögen gekostet und so ist es zu insgesamt 127.000 Euro gekommen“, rechtfertigt Köll sein Ansuchen. So würde schon die neue Umluftanlage mit 57.000 Euro zu Buche schlagen. Die Kosten hätten sich summiert, so Köll.
Das ärgert indes nicht nur GR Thomas Blechinger, der den Dorfchef erinnert: „Als ich nachgefragt habe, was anfällt, hast du mir geantwortet: ,Fast gar nichts.‘“ Vize-BM Oswald Gritsch hatte die Kosten mit höchstens 70.000 Euro berechnet: „Die Angebote für die sanitären Anlagen und den Ölabscheider sind mit Nachverhandlung auf unter 30.000 Euro gekommen. Der große offene Posten war die Lüftungsanlage, die wir mit 40.000 Euro schon relativ hoch angesetzt haben“, zählt er auf und ergänzt: „Das kann nicht sein, dass uns die Angebote und die Rechnungen noch nicht vorgelegt worden sind.“ Nicht einmal der Gemeindevorstand sei über die Mehrkosten informiert worden, so Gritsch: „Keiner hat irgendwas gewusst. Wir verwalten öffentliche Gelder. Das geht so nicht. Wenn über die 150.000 Euro im Vorfeld abgestimmt worden wäre, wäre der Beschluss nicht zustande gekommen.“