Pfarrer in Kufstein erklärt seinen Abschied
Die Versetzung von Pfarrer Thomas Bergner hat einige Aufregung in Kufstein verursacht (die TT berichtete). Der beliebte Priester hatte nach ...
Die Versetzung von Pfarrer Thomas Bergner hat einige Aufregung in Kufstein verursacht (die TT berichtete). Der beliebte Priester hatte nach einer Erkrankung bereits längere Zeit Erholungs- und Reha-Aufenthalte auf sich nehmen müssen. Danach war er mit Roland Rasser, Generalvikar der Erzdiözese Salzburg, übereingekommen, dass er aus gesundheitlichen Gründen die Pfarre wechselt. So die offizielle Version, verlesen in der Kufsteiner Kirche, abgefasst vom Pfarrgemeinderat St. Vitus. Die wollte aber mancher nicht glauben. Man befürchtet eine Zwangsversetzung. Gemeinderat Horst Steiner hat noch zusätzlich mit einem offenen Brief Öl in das Feuer der Diskussionen gegossen. Er erbat vom Erzbischof Franz Lackner, die Versetzung zurückzunehmen.
Jetzt wendet sich Pfarrer Thomas Bergner in einem Brief an seine Pfarrgemeinde und bestätigt darin die Version des Pfarrgemeinderats. Sein von der Pfarre an die TT weitergeleitetes Schreiben im Wortlaut: „Liebe Pfarrgemeinde von Kufstein! Ich befinde mich zurzeit in einer Gesundheitseinrichtung außerhalb unserer Diözese. Ich höre von Irritationen über meinen Weggang von Kufstein, die durch mediale Berichterstattung ausgelöst wurden. Dazu meine persönliche Stellungnahme: Ich bin sehr gerne in Kufstein gewesen. Der Abschied tut mir leid und ist auch nicht leicht. Aber ich muss mir auch eingestehen, dass mir der umfangreiche Aufgabenbereich zu viel geworden ist. In Sorge um meine Gesundheit und in Absprache mit der Diözesanleitung habe ich diesen Entschluss gefasst."
Jetzt muss ein Pfarrer-Nachfolger für Thomas Bergner gesucht werden. Keine leichte Aufgabe, die auch durch den Wirbel und die Gerüchte der letzten Tage schwieriger wurde, wie es aus Kirchenkreisen heißt. (wo)